Jedes Jahr im Herbst, wenn die „Alte Jungfere“ ihren Jahresausflug unternehmen, kommen die Ideen. Ihr Ball am 11. und 13. Februar wird diesmal zu einem „Fernsehobed“.
Dabei könne man zwar wunderbar ab-, nicht aber umschalten, sagt Oberjungfer Evi Blaser am Rande einer Probe in einem Bürogebäude in der Villinger Max-Planck-Straße augenzwinkernd.
Wer die Damen kennt, der weiß, dass das auch gar nicht in Betracht kommen kann, sorgen sie doch wieder für ein spannendes und unterhaltsames Programm.
Wie immer steigt im kleinen Saal des Theaters am Ring mit seinen 212 Sitzplätzen die Party an einem Mittwoch- und einem Freitagabend (11. und 13. Februar). Wer sich den Zugang dazu sichern will, sollte sich im Kalender den 17. Januar anstreichen. An diesem Samstag findet im Vereinsheim „Zur hoorige Katz“ des Katzenmusikvereins in der Rietgasse der Buttonverkauf statt. Um 10 Uhr ist Einlass, ab 12 Uhr gibt es die runden Eintrittskarten.
Obligatorisch ist bei den „Alte Jungfere“ die gemeinsame Mahlzeit zu Beginn. Das Gasthaus Hirschen in Überauchen sorgt in bewährter Qualität für ein Drei-Gang-Menü, wofür pro Person 33 Euro fällig werden. „Der Eintritt zum Ball ist dagegen kostenlos“, sagt Prinzessin Kiri Lauterbach. Um dennoch nicht auf den Kosten für Kostüme, Technik, Gema und Saalmiete sitzen bleiben zu müssen, werden die Damen in der Pause den Spendentopf wandern lassen.
Mehr wird nicht verraten
Zurück zur Probe: Gerade wird der Ablauf von „Let’s Dance“ besprochen. Über weitere Sendungen im „Fernsehprogramm“ schweigen die Jungfere eisern, denn ihren Zuschauerinnen wollen sie die Überraschung nicht nehmen.
Die Akteurinnen
Auf der Bühne stehen werden mit Soli, Duetten und in Gruppen neben Evi Blaser und Kiri Lauterbach auch Bettina Haas, Claudia Bick-Würth, Maike Biker, Ulrike Merkle, Heike Görlacher, Nicole Frey, Ulrike Degen und Stefanie Brüderle. Am Klavier sitzt Ulrike Schaper-Nolte, Gaby Vierbrans sorgt für die Maske, Katrin Reiser souffliert, trägt den Schellenbaum und kümmert sich zusammen mit Petra Feustel um die Requisiten und den Bühnenumbau.
„In Samt und Seide“
Alle ziehen an einem Strang, alle sind mit Begeisterung dabei, die Stimmung ist ausgelassen – „wie bei allen Proben“ (Evi Blaser) – und alle freuen sich auf die Fasnet 2026.
Sicher sind sich die Jungfere, dass das – ausschließlich weibliche – Publikum wieder zur Freude beitragen wird. Um diese noch zu steigern, bitten sie die Besucherinnen, sich im Vorfeld ihres Ballbesuches über die Kleiderordnung zu informieren.
Wie es im Lied der Spittelsänger heißt, soll die Damenwelt an beiden Abenden „in Samt und Seide“ gehüllt sein, behütet, mit langem Rock und ohne grelle Farben, dafür gerne mit Rüschen und Spitze. Zur Generalprobe – und auch das möchten sie ausdrücklich anmerken – kommen nur geladene Gäste.