Insgesamt rund 600 Menschen besuchten den Altdorfer Weihnachtszauber am Mittwoch. Foto: Decoux

Mehrere hundert Menschen ließen sich am Mittwoch vom Regen nicht davon abhalten, den Altdorfer Weihnachtszauber zu besuchen. Vom Nachmittag bis in die Nacht hinein entwickelte sich ein quirliger Publikumsbetrieb in den Budengassen.

Altdorf - Noch am Mittwoch morgen hatten die Organisatoren der heimischen Turngemeinde (TG) mit Gabi Melzer an der Spitze den beruhigenden Wettervorhersagen vertraut – dann kam es leider anders. Das machte dennoch nichts: 30 Buden und Stände waren von oben her sorgsam abgeschirmt – und zwischen ihnen wogte ein regelrechter Regenschirm- und Kapuzenwald.

Handgefertigte Geschenkideen

Unter dem Motto "Weihnachtszauber" hatten dort Privatbetreiber, Vereine, Firmen und vor allem zahlreiche Kunsthandwerker alles geboten, was zu einem echten Weihnachtsmarkt mit Flair ohne professionelle Händler dazugehört. Ob handgefertigte Weihnachtsdekorationen jeglicher Art bis hin zu Gestecken und Adventskränzen, Kerzen, handgestrickte Mützen, Socken, Stoffpuppen und -tieren oder etwa Manufaktur-Seifen: Da fehlte wenig an weihnachtlichen Geschenkideen – außer andernorts üblichem Plastikkitsch. Der örtliche BUND machte am eigenen Stand auf Wintervögel und deren Nahrungsbedarf aufmerksam.

Die leibliche Verpflegung der Marktbesucher klappte an gleich sieben Essensständen prächtig. So gab es etwa Bratwürste, Älpler-Pfanne mit Nudeln, "Pulled Pork" (gezupftes Schweinefleisch im Burger) bis hin zu Waffeln bei der Klasse vier der Grundschule. Bei kalt-nassen Temperaturen nicht minder gefragt: Heißer Glühwein an der Buden-Aufwärmstube. Wer seinen Schirm zwischendurch mal einklappen wollte, konnte sich im geöffneten Foyer der neuen Halle aufwärmen und trocknen.

Begleitprogramm bereicherte den Markt

Bereits am Nachmittag hatten sich mit Regenschirmen versehene Kita-Kinder der "Zwergen-Oase" mit einem putzigen St.-Martins-Spiel samt Laternenlied in die Herzen der Marktbesucher gespielt. Die Altdorfer "Dancing Company" hat einen extra für den Markt einstudierten Weihnachtstanz auf die nasse Bühne gebracht. Derweil "turnte" der TG-Nikolaus mit einem Äpfel-Sack umher, während ein vereinseigenes Bläserduo für vorweihnachtliche Musikstimmung sorgte.

Viele Helfer im Einsatz

Chef-Organisatorin Gabi Melzer zog am späten Mittwochabend ein erstes Fazit: "Ich freue mich riesig!" Nicht nur über den – trotz widrigen Wetters – fulminanten Markterfolg mit vermutlich abermals mit bis zu 600 Besuchern – ganz wie in Vor-Coronazeiten das letzte Mal vor drei Jahren. Sie dankte der Gemeinde als Mitveranstalter, vor allem aber den vielen Helfern. Viele von denen sind auch in der Altdorfer Turngemeinde beheimatet. Die ist derzeit rund 500 Mitglieder stark – ein absoluter Rekord in Ettenheims Teilort.