Zunftfürst Matthias Schwarz (rechts) staubt die Masken ab. Foto: Vleeming

Trotz Corona hat die Narrenzunft Alt-Ebinga die Masken abgestaubt und hofft darauf, dass wenigstens ein paar Straßenfasnet-Termine möglich sind.

Albstadt-Ebingen - Ziemlich genau 22 Monate waren Narro- und Butza-Häs in Truhen und Schränken der Mitglieder der Narrenzunft Alt-Ebinga verstaut. Deshalb gab es in diesem Jahr symbolisch viel Staub zu entfernen, um ein bisschen Fasnet zelebrieren zu können.

Zunftfürst Matthias Schwarz und Zunftvogtin Silke Vleeming blicken trotz aktuell noch geltender Einschränkungen optimistisch auf Ende Februar. "Bis zur Fasnet – also den eigentlichen närrischen Tagen vom Schmotzigen Donnerstag bis zur Fastnacht – dauert es ja noch ein paar Wochen", erklärte Schwarz. Er gibt die Hoffnung auf ein bisschen Straßenfasnacht nicht auf.

Wer, wenn nicht die Narren, kennen sich mit Maskentragen aus, hört man immer wieder verschmitzt unter den anwesenden Narros und Butza, die sich vor Einlass in den Ebinger Bierstadel erst einmal einer Impfstatus-Kontrolle unterziehen mussten. Nachdem alle coronakonform an ihren Plätzen angekommen waren, war die Freude spürbar, sich nach so langer Zeit wieder zu sehen. Getrübt wurde diese nur durch die geringe Mitgliederzahl. "Die Pandemie ist an uns nicht spurlos vorüber gegangen", so der Zunftfürst, "denn einige Narren haben sich im vergangenen Jahr an die ›Sofa-Fasnet‹ gewöhnt, so dass sie nicht mehr dabei sein wollen." Der Gastwirt hellte die Stimmung sodann gleich wieder auf, in dem er in die Runde rief: "Ihr seid gut durch den Winter gekommen. Zwar seid Ihr weniger Narren, aber abgenommen habt ihr nicht."

Schallendes Gelächter kam von den Narren, ehe das symbolische Abstauben begann. Im Narrenfahrplan steht aktuell – noch mit einem Fragezeichen – die Alt-Ebinger Straßenfasnet am Schmotzigen Donnerstag und Fasnetsmontag. Die Narros und Butza sind an beiden Tagen in der Ebinger Innenstadt "narren" – je nach Corona-Situation.