Trotz des Erfolgs gegen die Karlsruhe Lions waren die Panthers mit ihrer Leistung nur bedingt zufrieden.Foto: Michael Kienzler Foto: Schwarzwälder Bote

Basketball: Offensive Schwächen überschatten Panthers-Sieg gegen die Lions

Den wiha Panthers Schwenningen gelang im ProA-Heimspiel gegen Karlsruhe ein ganz wichtiger Sieg. Die Defense war erneut stark, die Offense hingegen bereitet Coach Alen Velcic Sorgen.

Die wichtigste Nachricht am Samstagabend war positiver Natur: Die Panthers gingen im Duell der ehemaligen Regionalliga-Rivalen als Sieger vom Parkett. Die zweite gute Nachricht: Die Defense machte erneut einen überragenden Job. So schafften es die Panthers, ihren Gegner bei nur 64 Punkten zu halten. Eine wirkliche Euphorie dürfte allerdings in der Heimkabine der Deutenberghalle nicht aufgekommen sein. Denn die Leistung der Schwenninger am offensiven Ende des Feldes war phasenweise besorgniserregend.

Totale Katastrophe

"Eine totale Katastrophe" nannte Panthers-Coach Alen Velcic das Kind beim Namen. Der Schwenninger Übungsleiter sah "offensiv eines unserer schlechtesten Spiele" der laufenden Saison. Das größte Problem: die Turnover. In ihren bisherigen 20 Saisonspielen erlauben sich die Panthers im Schnitt 13,2 Ballverluste und gehören damit zu den besten Teams der ProA. Gegen die Lions waren es 22.

Vor allem Nate Britt und Chris Frazier hatten in dieser Partie Licht und Schatten. Britt hatte mit 15 Punkten, vier Assists, drei Blocks und fünf Steals einige gute Szenen, leistete sich aber ganze acht Turnover. Frazier war mit seinen beiden getroffenen Dreiern in der Schlussphase der Matchwinner auf Seiten der Panthers – auch seine fünf Ballverluste waren jedoch zu viel. "Von Nate und Chris erwarte ich mir mehr als sie heute gezeigt haben. Wenn unsere beiden Guards sich zusammen 13 Turnover erlauben, ist klar, dass unsere Offense ins Stocken kommt", so Velcic.

Möglichkeiten waren da

Das Offensivspiel der Gastgeber wirkte oft statisch und einfallslos. "Wir haben viele schlechte Entscheidungen getroffen. Dadurch haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht", sagte Alen Velcic. Die Panthers hatten mehrfach die Möglichkeit, die Partie frühzeitig zu entscheiden, versäumten dies aber. So konnten sich die Lions Stück für Stück herankämpfen, bis es in eine spannende Schlussphase ging. So mussten die beiden Dreipunktewürfe von Frazier spät für die Entscheidung sorgen. Der andere entscheidende Faktor an diesem Abend hatte einen Namen: Courtney Stockard. Mit 24 Punkten und fünf Assists war er die offensive Lebensversicherung seines Teams. Genau das will Alen Velcic eigentlich nicht sehen: "Ich bin kein Freund von individuellen Momenten. Aber wir haben sie heute gebraucht, da ist es natürlich super, Jungs wie Chris und Courtney in den eigenen Reihen zu haben."

"Es war heute keine Leistung, auf die wir stolz sein können. Aber der Druck war groß, wir mussten gewinnen. Wir nehmen diesen wichtigen Sieg jetzt mit und konzentrieren uns auf die nächsten Aufgaben", lautete das Fazit des Panthers-Trainers.

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