Auch Schmuck gehörte zum Angebot beim Pfingstmarkt Foto: Schwark

Nach zwei Jahren Corona-Pause öffnete der Alpirsbacher Pfingstmontagsmarkt endlich wieder seine Pforten. Er zog wieder Tausende von Besuchern an.

Alpirsbach - Gut war dran, wer bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreiste. Denn nach und nach waren immer mehr Parkplätze belegt, sodass manch größerer Fußweg zum Markttreiben nötig wurde. Der Freude der Besucher tat dies keinen Abbruch. Viele Menschen kannten sich, dafür standen auch die lächelnden Gesichter bei so manchem Plausch.

Rund 90 Händler präsentierten ihre Waren in der Innenstadt, die zu einer Einkaufsmeile wurde. Nicht zu übersehen waren die zahlreichen Textilhändler. Bei ihnen konnten die Besucher schon mal das eine oder andere Kleidungsstück für den anstehenden Sommer erwerben. Hüte in allen Variationen gab es ebenso wie Ledergürtel. Zum breit gefächerten Sortiment gehörten auch nützliche Haushaltswaren und Schmuck. Gewürze für den Kenner wurden ebenso angeboten wie leckeres Naschwerk und Honigwaren.

Viele Stammkunden

Der Duft von gebratenen Würsten lag in der Luft. Und so mancher gönnte sich ein Softeis. Darüber freute sich auch Bäckermeister Max Mutschler aus Lauterbach. Neben dem Backen ist Softeis für ihn eine große Leidenschaft. Seit 20 Jahren besucht er regelmäßig den Pfingstmarkt und freute sich, dass die Menschen nach zwei Corona-Jahren "endlich wieder Atmosphäre spüren". Und nicht nur an seinem Stand genossen viele Besucher ein Eis bei zunehmendem Sonnenschein. Viele Stammkunden konnte auch Hubertus Lickert aus Münchhöf im Hegau begrüßen, der seine neuesten Produkte vorstellte. Neben Glas- und Topfuntersetzern fanden Filzüberschuhe und Filzpantoffeln zahlreiche Abnehmer. "Die Leute sind zufrieden und gut drauf", so der Kommentar von Hubertus Lickert.

Besondere Leckereien hatte zum Beispiel Hans Wöhrle vom Bären-Treff Schiltach anzubieten. Neben den Gummibärchen waren bei ihm zum Beispiel auch Süßwaren als Pizza oder Schwarzwälder Kirschtorte zu haben. Da hatte mancher Familienvater seine Mühe, den Nachwuchs auszubremsen. Kreative Werke hatte der Kindergarten Zwergenstüble zu bieten. Diese waren mit Hilfe der Eltern angefertigt worden.

Erstmals war Klaus Finkbeiner aus Loßburg mit seinen selbst aus Holz gefertigten Vogelhäuschen und Insektenhotels dabei. Und die scheinen hoch im Kurs zu stehen. Schon gegen 11 Uhr hatte Finkbeiner mehrere Insektenhotels an den Mann gebracht, während sich die Straßen in Alpirsbach unaufhörlich weiter füllten.

Zahlreiche örtliche Vereine stellten sich vor, ebenso soziale Institutionen. Neben Tipps und Tricks wurden die Besucher auch mit Speisen und Getränken versorgt. Die BUND-Ortsgruppe Oberes Kinzigtal war mit einem fahrbaren Backhäusle vor Ort. Klosterfladen aus biologischem und regionalem Anbau mundeten wie so manches kühle Bier.

Auch zahlreiche Geschäfte geöffnet

Zum Angebot gehörten zudem Führungen im Kloster und im Brauereimuseum. Aber auch zahlreiche Geschäfte waren geöffnet. Musikalisch trumpften die "Schwarzwaldbuam" auf. Im Haus des Gastes spielte der Musikverein Rötenbach. Eines zeigte der Pfingstmontagsmarkt erneut deutlich: Die Menschen lieben diese traditionelle Veranstaltung, die vielen auch ein Stück Heimatgefühl vermittelt.