Mit dem Ergebnis 2021 zufrieden: die Geschäftsführer Carl Glauner (links) und Markus Schlör. Foto: Alpirsbacher Klosterbräu

Die Alpirsbacher Klosterbrauerei hat sich 2021 besser als der Gesamtmarkt entwickelt. Der Bierabsatz lag auf Vorjahresniveau.

Alpirsbach - Das zurückliegende Geschäftsjahr sei ebenso wie das Jahr zuvor noch stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt gewesen, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Durch den erneuten langen Lockdown bis in den Mai hinein seien Großteile des Umsatzes in Gastronomie, Hotellerie und Tourismus entfallen. Etwas schlechter als der Gesamtabsatz sei bei Alpirsbacher daher der Fassbierabsatz ausgefallen, der um 1,4 Prozent zurückging. Auch auf den Umsatz mit alkoholfreien Getränken habe sich die negative Entwicklung niedergeschlagen. Hier sei ein Minus von 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

"Gerade vor dem Hintergrund der negativen Gesamtmarktentwicklung sind wir aber mit dem Ergebnis des Geschäftsjahrs zufrieden", bilanziert Carl Glauner, Inhaber und Geschäftsführer von Alpirsbacher Klosterbräu. Während der Alpirsbacher Bierabsatz 2021 stabil geblieben sei, seien die Absätze der Brauereien aus Deutschland im Kalenderjahr um 2,2 Prozent zurückgegangen, im Inland verringerte sich die Menge sogar um 3,4 Prozent. Wie im Vorjahr waren die Brauereien aus Baden-Württemberg auch 2021 überproportional von den Rückgängen betroffen. Ihr Bierabsatz sank um 3,4 Prozent, der Inlandsabsatz sogar um 5,8 Prozent.

Absatz variiert mit Biersorten

Bei Alpirsbacher stelle sich die Absatzentwicklung der verschiedenen Biersorten unterschiedlich dar, teilt das Unternehmen weiter mit. So habe der kühle Sommer die Sorten Weizenbier und Radler geschwächt, mit jeweils zweistelligen Absatzverlusten. Gut behauptet hätten sich hingegen die Klassiker Spezial und Pils sowie die Kloster-Spezialitäten. Umsatzzuwächse hätten die neu eingeführten Produkte der Saft-Kräuterschorlen unter der Marke Klostergarten gebracht, die sich auf Anhieb im Markt gut positioniert hätten.

Für das laufende Geschäftsjahr 2022 rechnet Alpirsbacher mit moderat steigenden Absatz- und Umsatzzahlen. Die Wiedereröffnung der Gastronomie habe in den ersten Wochen des Jahres bereits zu einer Entspannung der Lage geführt, wenn auch die Umsätze noch weit unter dem Vorkrisenjahr 2019 lägen. "Zudem haben wir mit einer starken Produkt- und Markenpolitik eine gute Stellung im Markt und damit gute Voraussetzungen, uns auch künftig besser als der Markt zu entwickeln", zeigt sich Geschäftsführer Markus Schlör zuversichtlich.

Krieg überschattet auch diese Branche

Zugleich überschattet der von Russland begonnene Angriffskrieg in der Ukraine auch die Situation in der Braubranche. "Extrem steigende Energie- und Rohstoffkosten und die unsichere Versorgungslage führen zu enormen Preissteigerungen und zudem einer starken Verunsicherung der Verbraucher", erläutert Carl Glauner. "Durch unsere langfristigen Einkaufsverträge ist die Situation für uns aber kalkulierbar, zumindest, solange es nicht zur Einstellung der Gaslieferungen nach Deutschland oder zu anderen dauerhaften Lieferausfällen kommt." Die Geschäftsführung hat ihre Planungen aber an die aktuellen Entwicklungen angepasst und prognostiziert für 2022 ein positives Jahresergebnis, das die Kontinuität der vergangenen Jahre aufnehmen soll.