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Alpirsbacher Klosterbräu Falkenpärchen nistet auf Kamin

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Carl Glauner, Inhaber von Alpirsbacher Klosterbräu, kämpfte lange für Falken auf seinem Kamin. Foto: Pixabay

Alpirsbach - Ein Falkenpärchen ist auf dem Kamin des Brauereihofs der Alpirsbacher Klosterbräu ansässig geworden. Bevor die Vogelvilla auf dem Kamin eingerichtet werden konnte, waren einige Gespräche mit dem Schornsteinfeger nötig.

Die ganze Brauerfamilie freut sich über die neuen Untermieter, und zwar vor allem auch aus ganz praktischen Gründen, erklärt Carl Glauner. Doch bevor er diesen Grund nennt, erzählt er erst einmal die Vorgeschichte rund um die neuen Mitarbeiter der Brauerei.

Den Raubvogel überhaupt auf sich aufmerksam zu machen und ihn anzulocken, war schwierig. Dazu bedurfte es zwar keines Headhunters, aber ein entsprechendes Eigenheim musste Geschäftsführer Glauner schon vorweisen: in luftiger Höhe, groß genug für Vogelfrau und künftige Familie, und vor allem bequem sollte es sein.

Gefahr eines Angriffs war dem Schornsteinfeger zu hoch

Der Standort war für Carl Glauner schnell ausgemacht: Der betriebseigene Kamin. Sogar mit Außentreppe versehen. Der Vogel bevorzugt zwar den Direktanflug, doch zur Anbringung der Vogelvilla könnte sich diese feste Kaminleiter als sehr praktisch erweisen.

Eigentlich ist sie für den Schornsteinfeger gedacht, und weil Carl Glauner die deutsche Bürokratie zur Genüge kennt, hat er natürlich zuerst bei diesem angefragt, ob etwas gegen den Falkenhorst sprechen würde.

"Oh ja", sagte der Schornsteinfeger, und zwar nicht aus rechtlicher Sicht, aber in Hinsicht auf seine eigene Sicherheit. Es sei für ihn einfach unvorstellbar, seiner Arbeit hoch oben in schwindelnder Höhe nachzukommen, wenn da eine Bedrohung in Form eines anerkannten Raubvogels bestehe. Der Gefahr eines Angriffs wolle er sich in Ausübung seiner Tätigkeit nicht aussetzen.

Was blieb da anderes übrig, als die zuvor nach allen Vogelschutzbaurichtlinien gebaute Behausung ganz tief unten in das Kellergewölbe der Brauerei zu verstauen. So gingen Tage, Woche, Monate und sogar Jahre ins Land. Doch kaum kam die Kunde, dass der Kaminkehrer in den Ruhestand geht, war flugs das Falkenhaus emporgeholt, entstaubt und waghalsig über die Stufen bis hoch, fast an das Ende des Kamins gebracht und befestigt.

Glauner hofft auf Dezimierung der Tauben rund um die Brauerei

Für den Nachfolger im schwarzen Arbeitsanzug war der Falkenhorst hiermit ein fester Bestandteil des zu kontrollierenden Kamins. Aber der neue Schornsteinfeger hat auch gar keine Probleme damit. Er ist nicht nur absolut schwindelfrei, sondern ist auch wagemutig genug, den Falken direkt ins Auge zu blicken. Dazu wird es wahrscheinlich nur nicht kommen, weil Herr und Frau Falke sehr zurückgezogen leben und eine Kaminbegehung natürlich nicht gerade zur Brutzeit erfolgt.

Über eine Webkamera, die online unter der Adresse http://falkenhorst.alpirsbacher.de/cgi-bin/guestimage.html zu finden ist, kann übrigens jeder den Kamin und die Falken selbst beobachten. Wenn man Glück hat, sieht man dann die neuen Mitarbeiter der Brauerei, denn so Carl Glauner: "Wir sind grundsätzlich seit jeher sehr naturverbunden und haben auch viele andere Nistkästen in der ganzen Stadt zusammen mit den Nabu angebracht. Aber so wichtig der Schutz der Falken auch ist, so sehr hoffen wir auf seine Mithilfe, die Tauben rund um die Brauerei und das Kloster zu dezimieren."

Ein entsprechender Arbeitsvertrag wurde zwar nicht aufgesetzt, aber Carl Glauner hofft, dass die Falken auch ohne direkte Anweisung diesen Auftrag erfüllen werden.

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