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Alpirsbach Tierheim sucht dringend Ehrenamtliche

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Zehn Katzen hat das Tierheim Alpirsbach gerade zu versorgen. Hinzugekommen sind in den Krisenzeiten bisher keine Tiere.Foto: Tierschutzverein Alpirsbach Foto: Schwarzwälder Bote

Alpirsbach - Es ist ruhig geworden in und um das Tierheim Alpirsbach. Gefürchtet hatte man sich hier in Zeiten der Corona-Krise vor einem Ansturm von Tierbesitzern, die ihren pelzigen Mitbewohner abgeben wollen. Eingetreten ist nichts dergleichen. Ganz im Gegenteil.

Beschaulich und umgeben von Grün liegt das Tierheim Alpirsbach in der Straße "Im Eschengraben". Zehn Katzen sind hier zur Zeit untergebracht und sehr viel mehr Kapazität hat die kleine Unterkunft auch nicht. Vorsitzende Monika Stockburger betreibt sie momentan noch allein. Das könnte sich jedoch bald ändern. "Ich wollte die Liste der ehrenamtlichen Mitarbeiter ausbauen, aber dann kam Corona dazwischen", meint die, ebenfalls ehrenamtliche, Tierheimleiterin und Vereinsvorsitzende. "Ich könnte gut Leute gebrauchen, die bei der Pflege der Tiere helfen oder auch welche, die handwerklich begabt sind." Es stehen nämlich einige kleine Renovierungen am Tierheim an.

Auch die mussten wegen der aufkommenden Krise verschoben werden. "Zwei Hundezwinger müssten durch eine Tür verbunden werden", erklärt Stockburger. "Und ich wollte einen Futterlagerraum ausbauen." Zusammen mit Helfern habe sie es gerade noch geschafft, den Raum auszuräumen, bevor die Corona-Zeit begann. Alles was darin stand, muss nun im restlichen Gebäude gelagert werden. "Und deswegen sollte der Umbau nicht mehr lange anstehen. Ich könnte den Platz gebrauchen."

Einige Wochen lang kam überhaupt niemand ins Tierheim rein. Vermittlungen waren damit nicht möglich, wenngleich es auch ein paar Anfragen gegeben habe. Abgegeben wurden dagegen überhaupt keine Tiere. "Das hat mich überrascht", freut sich Stockburger. "Es scheint als hätten die Menschen jetzt, wo sie viel zu Hause sind, mehr Zeit, sich um ihre Tiere zu kümmern."

Finanzielle Nöte durch die Krise zu erwarten?

Nichtsdestotrotz gibt es im Tierheim zehn Katzen, die täglich versorgt werden müssen. "Ich finde so langsam nichts mehr auf meinem Schreibtisch, aber wenn ich die Wahl habe, mich um die Katzen zu kümmern oder aufzuräumen, wähle ich natürlich ersteres", erklärt die Heimleiterin und lacht. Sie hofft, dass sie bald ein paar Ehrenamtliche findet, die sie ein wenig entlasten können.

Der Verein finanziert sich über Spenden. Und die Spendenbereitschaft habe in den vergangenen Wochen nachgelassen. "Vermutlich sind die meisten gerade mit sich selber beschäftigt", meint Stockburger. Was jedoch nach wie vor gut laufe, sei die Futterspendenbox, die der Verein bei Edeka aufgestellt hat. Die werde regelmäßig von Tierliebhabern befüllt.

Wer ein Wildtier mitnimmt begeht Wilderei

Ob der Verein einen finanziellen Schaden davonträgt, sei noch unklar. "Wir bieten auch Pensionsplätze für Tiere an, deren Besitzer in den Urlaub fahren", sagt Stockburger. Dieses Standbein ist in den vergangenen Wochen weggefallen. "Ich hoffe nur, dass die Leute auch bald wieder Ferien machen können."

Die Vorsitzende des Tierschutzvereins weiß noch von einem Thema zu berichten, das in Krisenzeiten ebenfalls in den Hintergrund rückt, wenngleich es zu dieser Jahreszeit aktuell ist. "Wir kriegen öfter Anrufe, wenn Leute vermeintlich verletzte Tiere oder verlassene Junge finden. Füchse oder junge Dachse sind oft dabei." Sie rät dringend dazu, von Wildtieren die Finger zu lassen. Betroffene sollen den Förster oder Jäger informieren. Wer ein Wildtier mitnehme, begehe streng genommen Wilderei. Dieses Verbot habe durchaus seine Berechtigung. Die Gefahr beim Tiere mitnehmen bestehe zum Beispiel darin, dass die Eltern sie danach nicht mehr finden oder annehmen. Aller-meistens, so Stockburger, seien die Eltern in der Nähe und es wirke nur, als sei das Junge verlassen. "Infos zu solchen Funden gibt es auch bei der Polizei oder eben beim Tierschutzverein."

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