Telekom will neun von zwölf öffentlichen Telefonzellen stilllegen.

Alpirsbach - Die Stadt Alpirsbach wurde von der Telekom darüber informiert, dass von den bestehenden zwölf öffentlichen Telefonzellen im Stadtgebiet lediglich drei erhalten bleiben sollen. Wegen zu geringer Umsätze würden die anderen stillgelegt. Dies teilte die Verwaltung bei der jüngsten Sitzung des Alpirsbacher Gemeinderats mit.

Der Ortsvorsteher von Reinerzau, Michael Hamm, und die Ortsvorsteherin von Reutin, Tabea Joss, setzten sich dafür ein, dass zumindest jeweils eine öffentliche Telefonzelle in ihren Stadtteilen erhalten bleiben soll. In beiden Stadtteilen ist die Verbindung mittels Handy kaum möglich, so dass diese Telefonzellen zumindest als Notruftelefone erhalten bleiben sollen. Die Telefonzellen stehen in Reinerzau in der Talstraße 258 und in Reutin in der Ortsstraße. Bürgermeister Reiner Ullrich versprach, bei der Telekom zu intervenieren.

Stadtrat Matthias Frasch (Freien Wählervereinigung/CDU) fragte, was die Stadt unternehmen könne, um die ärztliche Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten, nachdem zum Jahresende 2010 ein Arzt in Alpirsbach seine Praxis in der Hauptstraße aufgegeben hatte.

Wie Ullrich darlegt, hatte er sich bereit mit der Kassenärztlichen Vereinigung in Verbindung gesetzt. Nach deren Auskunft sei die ärztliche Versorgung in Alpirsbach und den Stadtteilen nach statistischen Kennzahlen gewährleistet. SPD-Stadtrat und Fraktionssprecher Dieter Armbruster regte an, sich mit den hiesigen Ärzten zusammen zu setzen und gemeinsam zu beraten, wie und was geändert werden kann, um die ärztlich Versorgung auch künftig zu gewährleisten.

Hauptamtsleiter Gerhard Schwenk erläuterte, dass es im Bereich der Gemeinde Feldberg ein Modell gebe, wonach Fachärzte von außerhalb in der Gemeinde Sprechstunden anbieten würden, die anscheinend auch sehr gut angenommen werden.

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