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Alpirsbach Sulzberg Forum am Scheideweg

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Wie es mit dem Sulzberg Forum ab Herbst weitergeht und wo, steht noch nicht fest. Foto: Schnidrig Foto: Schwarzwälder Bote

Zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hatte der Trägerverein Sulzberg Forum Alpirsbach eingeladen. Dabei ging es um die Zukunft des Sulzberg Forums

Alpirsbach. Eingeladen zu dieser außerordentlichen Mitgliederversammlung hatten die beiden Vorsitzenden Ursula Schnidrig und Beatrix Werner. Hintergrund ist, dass der Verein in Zukunft Miete für die Räume im Sulzberg Forum zahlen muss.

Der Verein hat derzeit 63 Mitglieder und bietet seit 2009 sowohl Musikunterricht als auch Kunst- und Kulturkurse an. Gekommen waren fast 30 Interessierte – darunter neben einigen Mitgliedern auch Eltern von Musikschülern sowie Lehrer des Sulzberg Forums und Bürgermeister Michael Pfaff.

Ab September ergeben sich laut erster Vorsitzender Ursula Schnidrig gravierende Veränderungen im Mietverhältnis. Dann läuft die mietfreie Zeit aus, und das Sulzberg Forum müsste monatlich 900 Euro Miete zahlen bei einer Laufzeit von einem Jahr. Bei dreijähriger Mietzeit würden monatlich 1500 Euro Miete zu zahlen sein. Schnidrig beleuchtete auch die Situation im Sulzberg Forum: Derzeit gibt es im Bereich der Musikschule Kooperationen mit Kindergärten und Schulen. Es nehmen insgesamt 154 Personen an den Unterrichtsangeboten teil und zwar im Alter von 18 Monaten bis ins Rentenalter. Bei den Angeboten im Bereich Kunst und Kultur gehen 60 Personen wöchentlich im Sulzberg Forum ein und aus.

Einzelne Veranstaltungen wie Kalligrafie, Go-Turnier und Vorträge werden laut Schnidrig sehr gut besucht und sind zum Teil ausgebucht. Der Verein wird zwar auch durch Sponsoren unterstützt, dies allerdings meist Projektbezogen. Doch solche Projekte seien meist zeitintensiv und erforderten zusätzlichen Personal- und Zeitaufwand.

Beatrix Werner stellte die finanzielle Situation mit den künftigen Mietzahlungen vor. So würden in diesem Jahr etwa 6000 Euro und im kommenden Jahr 9500 Euro fehlen, rechne man die Mietzahlungen ein. Ein weiteres Problem seien die anstehenden Arbeiten. Die gesamte Organisation liege in den Händen von vier Frauen: Dazu zählen neben den beiden Vorsitzenden die Schriftführerin und die Kassiererin, die alle ehrenamtlich engagiert sind. Die vielen anstehenden Aufgaben seien von nur vier Personen nicht mehr zu leisten, so Ursula Schnidrig. Sie bat deshalb um Unterstützung.

Eine Bildungseinrichtung wie es das Sulzberg Forum Alpirsbach geworden sei, sei eine Aufgabe, die von einem sozialen Ganzen getragen werden müsse. Eine Einrichtung wie diese sei eigentlich ein Geschenk für die Stadt Alpirsbach, die die Musikschule im Jahr 2005 geschlossen hatte.

Andere vergleichbare Räumlichkeiten seien kaum zu finden, so Schnidrig, nachdem aus dem Teilnehmerkreis mehrere Alternativen wie das Bahnhofsgebäude oder das Hetal-Areal genannt worden waren. Weitere Vorschläge waren, die Mitgliedsbeiträge zu erhöhen oder auch eine Art Zwangsmitgliedschaft einzuführen für diejenigen, die am Unterricht teilnehmen. Eine Teilnehmerin schlug an Bürgermeister Pfaff gewandt vor, die Schulräume zu nutzen, die ja meist nachmittags und abends leer stünden. Pfaff entgegnete, er könne sich der Sache annehmen, allerdings müssten erst die Schulleiter und der Gemeinderat zustimmen. Andere Vereine, die Einrichtungen der Stadt nutzen, würden auch eine Miete zahlen. Pfaff gab auch zu bedenken, dass er alle Vereine gleichbehandeln müsse und keinen bevorzugen könne.

Für Ursula Schnidrig kein Argument, denn das Sulzberg Forum erbringe Bildungsleistungen und könne damit nicht mit anderen Vereinen verglichen werden. Dabei sei der Verein auch durchaus im Stande, eine Raumnutzung zu bezahlen, seien doch die jetzigen Nebenkosten für das gesamte Gebäude seit vielen Jahren vom Verein gestemmt worden, stellte die Vorsitzende fest.

Ursula Schnidrig betonte nochmals, dass es an Menschen fehle, die sich ehrenamtlich engagieren, um die anstehenden Aufgaben leisten zu können. Beatrix Werner ergänzte, das Forum stehe unter Zeitdruck. Denn es müsse alsbald entschieden werden, ob gemietet werden soll und wenn ja für welchen Zeitraum und wer die organisatorische Arbeit dazu leisten soll. Das sei auch der Grund für die außerordentliche Mitgliederversammlung.

Ursula Schnidrig appellierte eindringlich an die Anwesenden, sich zu engagieren. Auf ihre Frage in die Runde, wer bereit sei, sich zu einzubringen, meldeten sich mehre Personen, darunter auch Bürgermeister Pfaff.

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