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Alpirsbach Rat befürwortet Pläne der Klosterbräu für eigene Kläranlage

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Alpirsbach (wjh). Dem Antrag der Alpirsbacher Klosterbräu auf Befreiung vom Benutzungszwang für die Betriebsabwässer aus den beiden Brauereianlagen hat der Gemeinderat Alpirsbach in seiner jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit zugestimmt – vorbehaltlich der Genehmigung des Landratsamts.

Brauereichef Carl Glauner hatte bei dem Tagesordnungspunkt als befangen den Sitzungstisch verlassen. Einleitend stellte Bürgermeister Michael Pfaff fest, dass die öffentliche Kläranlage sanierungsbedürftig sei. Abhängig davon, ob die Betriebsabwässer der Brauerei auch künftig dort eingeleitet oder in einer eigenen Kläranlage gereinigt werden, ergeben sich unterschiedliche Anforderungen und damit auch Kosten für die Sanierung. Dies hat dann Einfluss auf die Abwassergebühren. Im Zuge dieser Berechnungen wurde auch eine interkommunale Zusammenarbeit mit dem Abwasserzweckverband Schilt­ach/Schenkenzell geprüft.

Laut Fachanwalt Dirk Schöneweiß besteht für die Brauerei ein ökologisch begründetes Interesse, da sie in der eigenen Kläranlage sowohl Wärme als auch Strom erzeugen wolle. Würden auch die Abwässer der Brauerei in der öffentlichen Kläranlage behandelt, ergäben sich für die Sanierung weit höhere Kosten. Zudem sei in diesem Fall eine interkommunale Zusammenarbeit nicht möglich. Außerdem könne das Ausgleichsbecken unter dem Edeka-Parkplatz entfallen und die damit verbundenen Geruchsbelästigungen.

Schöneweiß stellte eine Gebührenkalkulation für 2024 vor. Sie sieht die Kostenentwicklung pro Kubikmeter Abwasser bei 4,46 Euro für Schmutzwasser und 50 Cent bei Oberflächenwasser ohne die Kläranlage der Brauerei. Mit dieser Kläranlage lägen die Kosten bei 4,41 Euro und 59 Cent. Allerdings lägen die Kosten für die Sanierung ohne die Brauereiabwässer deutlich niedriger, wobei gleichzeitig ein großer Gebührenzahler wegfalle. So würden die Sanierungskosten für die Kläranlage mit der Brauereikläranlage bei 5,17 Millionen und ohne diese bei 10,9 Millionen Euro liegen. Laut Schöneweiß sind die Voraussetzungen für die Befreiung gegeben. Es sei davon auszugehen, dass das Landratsamt die wasserrechtliche Erlaubnis erteile. Auf eine Frage der FWV-Fraktionsvorsitzenden Jaleh Mahabadi antwortete Schöneweiß, dass das Landratsamt bis zum Jahresende eine Entscheidung zur Sanierung der Kläranlage verlange.

Ökologisch sinnvoll

Die Gemeinderäte befürworteten die Lösung mit dem Bau einer eigenen Kläranlage durch die Brauerei. Gerold Wein (FWV) stellte fest, er halte diese Lösung für ökologisch sinnvoll.

Hans Frick (FWV) hält eine eigene Brauerei-Kläranlage zwar für eine charmante Lösung, allerdings erwartet er nach 2024 weitere Kosten für die Gebührenzahler, zumal ein großer Abwasserzahler entfalle. Außerdem befürchte er, dass dies ein Beispiel für weitere Großverbraucher wäre. Deshalb lehne er die Entscheidung ab. Schöneweiß entgegnete, dass die Gebühren zwar deutlich steigen, das liege aber nicht am Wegfall eines großen Gebührenzahlers, sondern an der Sanierung. Stadbaumeister Bernd Hettich führte zum Ausscheiden weiterer Großverbraucher an, dass die nicht an Gewässern liegen würden und somit über weite Leitungen ihre Abwässer einleiten müssten, was mit Kosten verbunden wäre.

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