Gemeinderat stimmt Entwurf des Haushaltsplans 2014 zu / Neben Investitionen auch Schuldenabbau

Von Petra Haubold Loßburg. Dem Entwurf des Verwaltungs- und des Vermögenshaushalts 2014 hat der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Verabschiedet werden soll der Etat in einer Sondersitzung am 3. April. Die Gemeinde Loßburg investiert in diesem Jahr rund 3,4 Millionen Euro in langfristige Projekte. "Oberstes Ziel ist der Erhalt und die Attraktivität der Infrastruktur in der Gemeinde", meinte Bürgermeister Christoph Enderle zu dem Haushaltsentwurf 2014, den Kämmerer Günther Muth vorstellte. "Es ist schon ein großer Batzen, der jetzt investiert werden muss", so Enderle. Doch man sei dennoch in der Lage, den Schuldenabbau voranzutreiben. Die Gemeinde tilgt 300 000 Euro Schulden. Zum Jahresende erreiche man einen Schuldenstand von 2,9 Millionen Euro, betonte der Kämmerer. Der Verwaltungshaushalt sieht vom Konsolidierungsausschuss aufgelistete Maßnahmen für 828 000 Euro vor.

Im Vermögenshaushalt stehen Einnahmen von rund 4,3 Millionen Euro durch Grundstückserlöse und Zuschüsse Ausgaben von gut 6,7 Millionen Euro gegenüber. Zum Ausgleich des Verwaltungshaushalts müssen zudem noch gut 3,8 Millionen Euro vom Vermögenshaushalt abgezweigt werden. Insgesamt ergibt sich ein Finanzierungsbedarf von rund 6,3 Millionen Euro, der durch eine Entnahme aus der Rücklage gedeckt wird.

Mit 5,6 Millionen Euro ist der Kinderhausneubau der größte Investitionsbrocken, den die Gemeinde derzeit zu stemmen hat. Eine erste Rate von 2,8 Millionen Euro sieht die Finanzplanung für 2014 vor. Erwartet werden Zuschüsse von 1,7 Millionen Euro. Die Bauhoferweiterung schlägt im Vermögensetat mit einer Rate von 475 000 Euro, die Sanierung des Schlossgässles mit 207 000 Euro und die Breitbandversorgung (erste Rate) mit zwei Millionen Euro zu Buche.

Im Verwaltungshaushalt sind 300 000 Euro für den Straßenbau vorgesehen. Die Unterhaltung und Ausstattung von öffentlichen Einrichtungen ist weiterhin ein Schwerpunkt. Als freiwillige Leistung unterstützt die Gemeinde die Vereine und fördert auch die Feierlichkeiten zum Partnerschaftsjubiläum mit Anse. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer werden in diesem Jahr mit 5,25 Millionen Euro angesetzt.

Auch die Wirtschaftspläne für die Eigenbetriebe Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung wurden vorberaten und gebilligt. Bei der Wasserversorgung wird ein Gewinn von 60 510 Euro erwartet. Investiert werden 487 168 Euro unter anderem für die Sanierung der Hochbehälter und die Unterhaltung des Verteilnetzes. Eine Kreditaufnahme von 170 000 Euro sei nötig, so der Kämmerer. Bei der Abwasserbeseitigung sei eine Kreditaufnahme von 410 000 Euro erforderlich. Einige Räte bemängelten, dass man nicht von den Schulden – derzeit 7,2 Millionen Euro – herunterkomme. Die Kanalinstandhaltung, die Reinigung und der Betrieb der Klärwerke koste eben viel Geld, sagte Enderle.