Prosten sich im Cellarium des Alpirsbacher Klosters auf den gelungenen Abschluss des Schwarzwald Musikfestivals zu (von links): Verwaltungsratsvorsitzender Julian Osswald, Intendant Mark Mast sowie Markus Schlör und Carl Glauner, die beiden Geschäftsführer von Alpirsbacher Klosterbräu Foto: Wiegert Foto: Schwarzwälder-Bote

Intendant zieht positives Fazit der Saison / Intendantin Katja Körtge geht / Im nächsten Jahr nur noch eine Spielzeit

Von Claus Wiegert Alpirsbach. Beim festlichen Empfang im Cellarium des Alpirbacher Klosters blickte Mark Mast zufrieden auf das Schwarzwald Musikfestival 2013 zurück. Die Verschlankung der Konzertreihe geht jedoch weiter, wie der Intendant ankündigte.Der Sparkurs trifft nun auch das Personal: Festivalmanagerin Katja Körtge geht Ende Oktober, nach viereinhalb Jahren im Festivalteam. Diese Stelle wird aus Kostengründen nicht mehr besetzt. Allein Sarah Loré hat dann noch eine volle Stelle im Management der Konzertreihe. Sie arbeitet seit zwei Jahren beim Schwarzwald Musikfestival. Zudem gibt es 2014 statt zwei Spielzeiten nur noch eine: vom 28. Mai bis zum Pfingstmontag, 9. Juni. Zum feierlichen Abschluss der diesjährigen Festivalsaison begrüßte Carl Glauner, Inhaber der Alpirsbacher Klosterbrauerei, nach dem Konzert der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz zahlreiche Gäste bei Bierspezialitäten und Häppchen im Cellarium des Alpirsbacher Klosters. Vor den Grußworten stimmte die Festgesellschaft unter der Leitung von Mark Mast spontan den Kanon "Viel Glück und viel Segen" für den Freudenstädter Oberbürgermeister Julian Osswald an – feierte dieser am Tag der Einheit doch seinen 48. Geburtstag. "Das war ein Highlight", kommentierte Osswald, Verwaltungsratsvorsitzender der Festival-GmbH, das Abschlusskonzert in der Klosterkirche. Er dankte den beiden Geschäftsführern von Alpirsbacher Klosterbräu, Carl Glauner und Markus Schlör, für die Unterstützung des Festivals seit dessen Bestehen. "Ich bin jetzt das vierte Jahr dabei und habe bereits den dritten Markenfindungsprozess hinter mir", blickte Osswald auf seine Tätigkeit im Festivalteam zurück, die ihm jedoch viel Freude bereite. Im nächsten Jahr gebe es einen "Ersten Ton", aber keinen weiteren mehr: "›Zwei Spielzeiten können wir nicht stemmen."

14 Konzerte und eine Beatbox-Veranstaltung umfasste das Festival in diesem Jahr, bilanzierte Intendant Mast. Er dankte dem Verwaltungsratsvorsitzenden für seinen großen Einsatz: "Ohne Julian Osswald gäbe es das Festival nicht mehr." Bei der Konzertreihe und ihren Förderern bestehe ein "Schulterschluss von Kompetenz und Engagement". Im nächsten Jahr, kündigte Mast an, wird Ludwig van Beethovens fünfte Sinfonie aufgeführt. Einer der Höhepunkte ist auch Beethovens fünftes Klavierkonzert mit dem Ausnahmepianisten Alexey Gorlatch. Letzteren habe man, freute sich Mast, für eine zyklische Aufführung aller fünf Klavierkonzerte Beethovens beim Schwarzwald Musikfestival gewinnen können.

Besonders begrüßte der Dirigent und Intendant bei dem Empfang Annemarie Möhrle. Sie halte im ansonsten weitgehend verwaisten Vorstand der Fördergesellschaft der Konzertreihe die Stellung. Seit Monaten sei in dem bereits 25 Jahre alten Verein keine reguläre Vorstandsarbeit mehr möglich, sagte Mast und warb um Engagement in der Fördergesellschaft.

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