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Alpirsbach Michael E. Pfaff gelingt der Heimsieg

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Als das Ergebnis feststand, wich die Spannung aus den Gesichtern der Kandidaten (von links): Wahlsieger Michael Pfaff mit dem Drittplatzierten Mathias Auch und Andreas Bombel, der das zweitbeste Ergebnis erzielte. Foto: Fritsch

Alpirsbach - Michael Pfaff ist neuer Bürgermeister von Alpirsbach. Mit 28,5 Prozent der Stimmen siegte am Sonntag beim zweiten Wahlgang in der Klosterstadt der einzige Alpirsbacher unter den Kandidaten.

Mehrere hundert Interessierte waren ins Haus des Gastes gekommen, um die Auswertung der Alpirsbacher Stimmbezirke live mitzuerleben. Um 18.39 Uhr gab Holger Korneffel, erster stellvertretender Bürgermeister und Leiter des Gemeindewahlausschusses, das Ergebnis dann bekannt, das sich gegenüber dem ersten Wahlgang kaum verändert hat: Wieder ist das Bewerberfeld vorne eng beiein-ander, und wieder hat Michael Pfaff (parteilos) die Nase vorn.

Andreas Bombel (CDU) kam mit 25,3 Prozent der Stimmen erneut auf Platz zwei, und Mathias Auch (CDU) wurde mit 24,6 Prozent wieder Drittplatzierter. Für Amtsinhaber Reiner Ullrich reichte es auch im zweiten Wahlgang mit 21,4 Prozent nur für Platz vier.

Appell an die Räte: "Akzeptieren Sie das Ergebnis dieser Wahl"

Der erste lange Beifall des Abends galt gestern allerdings nicht dem Wahlsieger, sondern dem Wahlleiter: "Ich habe die dringende Bitte an die Kollegen im Gemeinderat: Akzeptieren Sie das Ergebnis dieser Bürgermeisterwahl. Das Streiten muss aufhören, zum Wohle der Stadt", appellierte er nach der Bekanntgabe des Wahlausgangs an die Räte und wurde dabei vom Publikum mit lautem Applaus unterstützt.

Michael Pfaff griff diesen Appell gleich auf: "Ich werde versuchen, die Stadt gemeinsam mit dem Gemeinderat und der Verwaltung wieder in die richtige Richtung zu bringen", kündigte der Wahlsieger gestern an. Auch wenn der eine oder andere mit dem Ergebnis nicht zufrieden sei, müsse man jetzt gemeinsam an einem Strang ziehen und die Animositäten beiseite schieben, so Pfaff. Die anderen Kandidaten hätten sich bereit erklärt, mit ihm ein Gespräch zu führen und gemeinsam Ideen für die Stadt zu sammeln, so der künftige Bürgermeister der Klosterstadt.

Reiner Ullrich: "Bevölkerung ist des Konflikts überdrüssig"

"Es ist nicht schön, wenn man nach einer hochaktiven Amtszeit mit großem Engagement keine Bestätigung bekommt", kommentierte gestern Reiner Ullrich den Wahlausgang. Allerdings habe er sich bei drei starken Gegenkandidaten ganz achtsam geschlagen, meint der Amtsinhaber: "Ich bin froh, dass das Bewerberfeld auch im zweiten Wahlgang so eng beisammen ist und es mir nicht so erging wie dem Kollegen Dieter Flik in Dornstetten", so Ullrich.

Man habe ihm nie vorgeworfen, zu wenig für die Stadt getan zu haben, aber gegen die schlechte Stimmung, die durch Konflikte mit Teilen des Gemeinderats entstanden sei, habe er sich letztlich nicht durchsetzen können, so Ullrichs Analyse: "Die Bevölkerung ist des Konflikts überdrüssig, und bei mir hat sich das jetzt entladen. Ich bin der, dem man die Verantwortung dafür zuteilt", meint er. Dem Wahlsieger wünschte Ullrich viel Glück: "Michael Pfaff hat es als erster Alpirsbacher geschafft, Bürgermeister von Alpirsbach zu werden", bilanzierte der Amtsinhaber.

Bombel: Wahlergebnis spiegelt jüngste Stimmung wider

"Das Wahlergebnis spiegelt die Stimmung wider, die sich in den vergangenen zwei Wochen abgezeichnet hat", sagte Andreas Bombel zum Wahlausgang. Gut ein Viertel der Wähler hätte Pfaff ihre Stimme gegeben, das Vertrauen der anderen müsse er sich erst noch erarbeiten, so der Freudenstädter Kandidat. Im Wahlkampf habe er viele gute und interessante Begegnungen gehabt und schöne Fleckchen in der Gesamtstadt kennengelernt, versicherte Bombel. "Es haben sich Freundschaften ergeben, die diesen Tag überdauern werden", sagte er und versprach: "Alpirsbach wird künftig sicher häufiger auf meinem Wochenendplan stehen."

"Ich wünsche der Stadt von Herzen alles Gute", sagte nach der Wahl der Drittplatzierte, Mathias Auch. Er sei vom Ergebnis natürlich enttäuscht, wolle aber die vielen schönen Begegnungen, die er während des Wahlkampfs in Alpirsbach gehabt habe, nicht missen, bekräftigte er und versuchte es positiv zu sehen: "Ich habe meinen Jahresurlaub sechs Wochen lang im Schwarzwald verbracht, und das liegt ja voll im Trend", so der Geschäftsführer der Agentur für Arbeit.

 
 

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