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Alpirsbach Flößerpfad macht nun auch Schule

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Schiltachs Bürgermeister Thomas Haas (rechts) und der stellvertretende Vorsitzende des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, Siegfried Scheffold, enthüllten im Juni eine Informationstafel und eröffneten damit den erweiterten Flößerpfad. Archiv-Foto: Rombach Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Claus Wiegert Alpirsbach/Schiltach. Der Flößerpfad an der Kinzig bietet sich künftig nicht nur als Ausflugsziel an, sondern auch für Unterricht in freier Natur – und das mit Bezug zu den Bildungsplänen aller Schularten.Möglich gemacht hat dies Klaus Grimm, Geograph und Naturpädagoge aus Schiltach. Er hat ein Bildungspaket für Schulkassen und Jugendgruppen erarbeitet, das auf Schüler der Klassenstufe 6 ausgerichtet ist. Die Angebote richten sich an Haupt- und Werkrealschulen ebenso wie an Realschulen und Gymnasien.

Vier Monate lang hat sich Grimm intensiv mit dem Projekt befasst, viele Kilometer zu Fuß auf dem Flößerpfad zurückgelegt, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung sagte. Mit den Aktivitäten wird das Bildungsangebot auf dem Flößerpfad erneut ausgebaut. Vor einem halben Jahr war der erweiterte Flößerpfad an der Kinzig von Alpirsbach bis Loßburg eingeweiht worden. Insgesamt ist der Weg zwischen Loßburg und Wolfach nun 32 Kilometer lang.

Schulklassen und Jugendgruppen haben bei Grimms Programm derzeit die Auswahl zwischen sieben Angeboten. Bei einer Halbtags- wanderung können die Kinder den "Alltag im Schwarzwald anno dazumal" kennenlernen. "Als die Wälder auf Reisen gingen" ist das Motto einer weiteren Halbtagstour von Alpirsbach nach Schenkenzell. Dabei geht es vor allem um historische Waldberufe. Mit dem Fahrrad können sich Schüler auf dem Kinzigtalradweg auf "Flößerspuren entlang der Kinzig" begeben. Das Märchen "Das kalte Herz" steht bei einer literarischen Halbtagswanderung im oberen Kinzigtal im Mittelpunkt. Eine Schatzsuche auf der Mineralienhalde in Wolfach ist ebenso vorgesehen wie die Beschäftigung mit Naturkunst am Wasser. Dabei geht es um LandArt und Floßbau am Kinzigursprung bei Loßburg. "Schwarzes Wasser – Literatur in der Natur" ist das Thema einer Halbtagswanderung von Schenkenzell nach Schiltach. Eine Fotorallye ist mit einer Spurensuche in der historischen Altstadt von Schiltach verbunden. Bei einer Flößerrallye in Wolfach suchen die Schüler in Kleingruppen Spuren aus der Zeit der Flößerei auf. Sobald es das Wetter zulässt, wahrscheinlich nach Ostern, beginnen die neuen Angebote für Schüler.

Mit dem vorliegenden Programm ist das Vorhaben für Klaus Grimm allerdings noch lange nicht abgeschlossen. Schließlich will der Naturpädagoge der jungen Generation die Geschichte, Landschaft und Kultur der Region mit dem Schwerpunkt Flößerei nahebringen. Und das, meint er, sei eigentlich eine "Lebensaufgabe".

Grimm leitet alle sieben Aktivitäten selbst, nur zwei – die Fotorallye und die Flößerrallye – wären theoretisch auch ohne ihn machbar, wie er sagt. Allerdings müssten sich die Lehrer dann intensiv darauf vorbereiten.

In der Beschreibung der Angebote zeigt Grimm auch auf, wo konkrete Bezüge zum jeweiligen Bildungsplan hergestellt werden können. Flexibel ist die Form, in der der Flößerpfad schulisch erkundet werden kann – bei einer Klassenfahrt, einem Tagesausflug oder auch bei Projekttagen.

Der Naturpädagoge hat nicht nur die Inhalte festgelegt, sondern informiert auch über organisatorische Details. Anmelden kann man sich für die Unternehmungen per E-Mail an tsardakas-grimm@t-online.de.

Weitere Informationen: www.floesserpfad.de

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