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Alpirsbach Endlich hat der Stein seinen Platz gefunden

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Am Musikerheim werden regelmäßig Renovierungen fällig, in den letzten Wochen wurden die Innenwände neu lasiert. Fotos: Fuchs Foto: Schwarzwälder Bote

Der Stein mit dem Logo des Partnervereins MV Stockum aus dem Sauerland ist platziert, und zwar auf der Türschwelle zum Musikerheim des MV Rötenbach. Es hat ganze zehn Jahre gedauert, bis er seinen Bestimmungsort gefunden hat.

Alpirsbach-Rötenbach. "Die letzten Monate, in denen wir wegen Corona sowieso nicht viel machen konnten, haben wir für ein paar Renovierungsarbeiten genutzt", erklärt Annette Schlemmer, Vorstandsmitglied im Musikverein Rötenbach. Das Gebäude, in dem das Musikerheim eingerichtet ist, gehöre der Stadt und sei vom Verein gepachtet. "An dem recht alten Haus gibt es eigentlich immer etwas zu tun." Wenn gerade einmal Zeit und Geld da seien, und man noch jemanden finde, der helfen wolle, dann werde wieder etwas renoviert. "Und als Corona kam, hat mein Vorstandskollege Marc Bühler gemeint, das sei eine gute Gelegenheit für ein paar Arbeiten." Die Innenwände wurden neu lasiert, außerdem müsse der Sockel vor dem Haus gestrichen werden. Der Boden draußen wurde schon vor Corona neu gepflastert. Das einzige, was vor der Tür noch fehlte, war ein Stein mit dem Logo des Partnervereins, der jetzt endlich auf dem Treppenabsatz eingelassen wurde.

Freundschaften werden weiterhin gepflegt

"Wir pflegen die Freundschaft mit dem Musikverein Stockum aus dem Sauerland seit 1972", sagt Schlemmer. Der Partnerverein sei 1920 gegründet worden, feierte also 2010 sein 90-jähriges Bestehen. "Da haben sie uns den Stein geschenkt." Bevor der Bodenbelag erneuert wurde, hätte es jedoch keinen Sinn gemacht, ihn zu platzieren. Nun, nach zehn Jahren, ist es schließlich so weit.

"Wir haben noch zwei weitere Partnervereine", erklärt das Vorstandsmitglied. Mit dem Musikverein Hedingen aus der Schweiz bestehe die Freundschaft seit 1969. Die Bezieungen mit der Harmonie de Neuville in Frankreich wird gepflegt, seit vor 40 Jahren die Städtepartnerschaft zwischen Alpirsbach und Neuville entstand. "Mit allen Partnern treffen wir uns regelmäßig zu gemeinsamen Konzerten", sagt Schlemmer.

Der Musikverein Stockum werde dieses Jahr 100 Jahre alt. "In kleiner Besetzung waren wir an Neujahr zu einem Konzert dort", erinnert sich Schlemmer. Das war aber längst nicht alles, was der Partnerverein im Jubiläumsjahr geplant habe. "Das ganze Programm muss ausfallen", bedauert sie. "Aber für nächstes Jahr haben wir eine Einladung an die Sockumer ausgesprochen. Wenn sie kommen können, falls die Corona-Situation das zulässt, fahren wir mit ihnen woanders hin und spielen ein gemeinsames Konzert." Wohin im Lande sei noch nicht ganz sicher.

Jahreskonzert wohl in abgespeckter Form

Schlemmer hofft darauf, dass sich im kommenden Jahr vieles normalisiert. "Wenn es so weitergeht, müssen wir uns Gedanken machen, wie unser Verein weiter bestehen kann." Schließlich seien mit den Veranstaltungen auch die Einnahmen weggefallen. Nur ein Fest habe stattfinden können. "Wir haben aber laufende Kosten durch die Jugendausbildung", sorgt sich Schlemmer. Mit der Grundschule Alpirsbach gebe es eine Kooperation. Lehrer des Musikvereins unterrichten die Kinder in Blockflöte und leiten die Bläserklassen. "Zeitweise haben wir den Unterricht ins Musikerheim verlegt, weil niemand Externes in die Schule kommen durfte."

Und trotz der Ausnahmesituation müsse es irgendwie weitergehen. "Wir müssen uns bald nach Unterstützungsmöglichkeiten umschauen", sagt sie. Aber so gehe es gerade allen Vereinen. "Da haben wir es noch gut, dass wir überhaupt etwas machen dürfen. Wären wir Wrestler und keine Musiker, sähe es noch schlechter aus", scherzt sie. "Wenn die Lage es zulässt, würden wir im Dezember im Haus des Gastes gerne unser Jahreskonzert veranstalten. Da müssen wir aber noch vieles abklären." Es finde, wenn dann, in abgespeckter Form statt. Für den vollen Umfang sei die Lage zu unsicher, denn "es kann sich ja jederzeit wieder alles ändern."

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