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Alpirsbach Eine Begegnung mit dem ewigen Gedächtnis der Erde

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Klaus Fessmann setzt seine speziell gefrästen Steine mit den Händen in Schwingung und lässt Klänge ertönen. Fotos: Kirche Foto: Schwarzwälder Bote

Alpirsbach. Unter der Überschrift "Musik dient Gott" findet die nächste Veranstaltung mit Kantorin Carmen Jauch und ihren beiden geladenen Musikern in der Alpirsbacher Klosterkirche statt. Um 20 Uhr geht es am Samstag los. Die Klosterkirche erwartet dann prominente Gäste.

Echo-Klassik-Preisträger Klaus Fessmann ist international anerkannter Pianist, Komponist und Musikalischer Grafiker. Er ist Autor von mehreren Büchern und gilt als Erfinder und Querdenker zwischen verschiedenen Disziplinen. Im Jahr 1997 wurde er an die Universität Mozarteum Salzburg berufen und lehrt dort seitdem das Fach Komposition.

Schwebende Klangwolken ziehen vorüber

Stein sieht Fessmann als lebendige Materie. Es sei eine Musik der Erde, das in Klang geformte Gedächtnis dieser Materie, jenseits aller Spekulation oder Verklärung. Diese Materie werde oft als Musik voller Geheimnisse bezeichnet, denn sie sei schwerelos, jenseits der Zeit, habe ihre eigene Kraft und Wirkung und sei keiner Kultur zugehörig.

Wenn Fessmann seine speziell gefrästen Steine mit den Händen in Schwingung versetzt, verlieren sie alle Starrheit, pulsieren im Raum und scheinen das Gedächtnis der Erde zu wecken. Die steinerne Polyphonie lässt schwebende Klangwolken vorüberziehen, archaisch und neu zugleich. Es ist eine Musik, die Spieler wie Hörer geradezu physisch erfasst, so heißt es in einer Pressemitteilung.

Auch Andrea Fessmann hat eine große musikalische Karriere vorzuweisen. Sie ist als diplomierte Gesangspädagogin, Stimmbildnerin und Lehrbeauftragte für Alexandertechnik an der Hochschule für Musik und Theater München tätig. Neben einer regen solistischen Konzerttätigkeit, vor allem in den Bereichen Oratorium, Lied und Neue Musik, ist sie Mitglied im Konzertchor des Bayerischen Rundfunks.

Musik der Sphären entsteht im Zusammenspiel

Mit Ihren eigenen Vokalensembles gestaltete sie große Orchesterwerke wie Bachs "Matthäuspassion", das "Weihnachtsoratorium", Mozarts "Requiem" oder Orffs "Carmina Burana". Seit 2011 ist sie Intendantin der Iffeldorfer Meisterkonzerte, im September 2017 übernahm sie die Leitung des Lassus Chores, München.

Am Samstag, 4. Juli, ab 20 Uhr erklingen die Klangsteine von Fessmann im Zusammenspiel mit gregorianischen Gesängen von Hildegard von Bingen sowie mit Orgelwerken von Johann Sebastian Bach, Arvo Pärt, Peteris Vasks und weiteren Komponisten. In dieser ungewöhnlichen Kammermusikformation entstehen neue Klangfarben und unbekannte Klangräume werden geöffnet. Es entsteht eine eigene, faszinierende Musik, eine Musik der Sphären, so heißt es in der Pressemitteilung weiter. Klangsteine – eine Begegnung mit dem ewigen Gedächtnis der Erde.

Zu der musikalisch-klanglichen Darbietung wird eine Lesung mit einem kleinen Impuls und ein Segen zum Ablauf gehören. Außerdem wird Pfarrer Horst Schmelzle Bezüge aus der Bibel zum Thema Stein herstellen.

Unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregelungen können 120 Besucher an der Veranstaltung teilnehmen. Der Eintritt ist frei, die Kirchengemeinde freut sich über Spenden.

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