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Alpirsbach Bürger sammeln Unterschriften

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Bei der Übergabe der Unterschriftenlisten (von links): Kuteer Schäfer, Helma Landauer, Werner Zimmer, Ulrich Seitz, Bürgermeister Michael Pfaff und Arno Schäfer. Foto: Hering Foto: Schwarzwälder Bote

Eine Gruppe von Bürgern der Höhengemeinden übergab an Bürgermeister Michael Pfaff eine Liste mit Unterschriften gegen Mobilfunkmasten in Peterzell sowie Reutin-Aischfeld und Gräben.

Alpirsbach. Übergeben wurden die Unterschriften für Peterzell und Römlinsdorf von Arno und Kuteer Schäfer, Werner Zimmer, Ulrich Seitz sowie Helma Landauer. Für Peterzell und Römlinsdorf waren es 171 Unterschriften und im Stadtteil Reutin mit Aischfeld und Gräben haben sich 209 Bürger gegen einen Mobilfunkmast ausgesprochen.

Viele Bürger befürchten vor allem die zusätzliche Belastung durch elektromagnetische Strahlung und als Folge gesundheitliche Beeinträchtigungen. Wie Arno Schäfer bei der Übergabe vortrug, bittet er die Stadt um Unterstützung. "Es geht uns nicht um eine Auseinandersetzung mit der Stadt, sondern um eine Entscheidungshilfe", betonte er. Den Bürgern sei auch klar, dass die Technik nicht zu verhindern ist, aber sie wollen, dass die Technik sinnvoll und mit größtmöglichem Schutz für die Menschen eingesetzt wird.

Bürgermeister Pfaff dankte der Initiative. Er ging darauf ein, dass im Gemeinderat dieses Thema schon vorberaten worden sei. Der Gemeinderat habe sich gegen eine Bereitstellung von städtischen Flächen in den Höhengemeinden sowie in Ehlenbogen ausgesprochen. Nur in Reinerzau habe sich der Ortschaftsrat für Verhandlungen mit der Telekom ausgesprochen.

Pfaff will mit den vorgelegten Unterlagen dem Gemeinderat die bestmögliche Entscheidungsbasis bieten. Auch er sei für ein vernünftiges Ausbaukonzept und werde deshalb auch die eingereichten Unterlagen als Ausdruck des Bürgerwillens an den Gemeinderat weiterleiten. Bei der nächsten Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 11. April, werden deshalb sowohl Vertreter der "Diagnose Funk" informieren als auch Vertreter der Telekom, die auf die Pläne der Telekom eingehen.

Die Bürgerinitiativen sehen auch das 5G-Netz sehr kritisch. Wie Arno Schäfer dazu anmerkte, werde eine Technologie ohne Voruntersuchung ungeprüft übernommen. Auch der Bürgermeister sieht das Problem und geht davon aus, dass für den Fortschritt wie zum Beispiel das autonome Fahren, noch wesentlich mehr Masten erforderlich sein werden. Eine weitere Voraussetzung dazu sei der Ausbau des Backbone-Netzes, das im Verantwortungsbereich der Kreise liegt.

Hier habe die Telekom ihre Hausaufgaben nicht gemacht, wolle sich aber dann des Breitbandnetzes bedienen, so Bürgermeister Pfaff. Da außer der Telekom noch mindestens zwei weitere Netzbetreiber ihre Kunden versorgen wollen, stellt sich für die Bürgerinitiative die Frage, ob dazu weitere Masten notwendig sind.

Zudem müsste für ein flächendeckendes 5G-Netz die Anzahl der Funkmasten von derzeit 75 000 in Deutschland verzehnfacht werden. Die Versorgung dieser großen Zahl von Masten mit Energie entspräche einer Leistung von fünf Atomkraftwerken, ergänzte Arno Schäfer.

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