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Alpirsbach Brauereichef erwägt rechtliche Schritte

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Das ehemalige Alpirsbacher Krankenhaus soll an die türkisch-islamische Gemeinde verkauft werden. Foto: Archiv/Altendorf-Jehle Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Bärbel Altendorf-Jehle

Alpirsbach. Rechtliche Schritte gegen die Stadt erwägt Carl Glauner, Chef der Alpirsbacher Klosterbrauerei, weil angeblich sein Interesse am alten Krankenhaus nicht berücksichtigt wurde.Den Zuschlag für das Gebäude erhielt die türkisch-islamische Gemeinde aus Alpirsbach (wir berichteten). Diese sucht seit langem ein Haus in der Klosterstadt. Bürgermeister Reiner Ullrich bot der Glaubensgemeinschaft, wie deren Sprecher Metin Cim erklärte, das alte städtische Krankenhaus zum Kauf an. Die türkisch-islamische Gemeinde möchte darin eine Moschee mit Gebetssaal für die Männer und einem Gebetssaal für die Frauen sowie Jugendräume und eine Wohnung für den Vorbeter bauen. Sie gab das Mindestangebot von 50 000 Euro ab.

Carl Glauner, der erst durch einen Zeitungsbericht vom Verkauf des alten Krankenhauses erfuhr, bekundete bei Bürgermeister Ullrich mündlich wie schriftlich ebenfalls sein Interesse am alten Krankenhaus. Er wollte altengerechte Wohnungen sowie einen Laden der Direktvermarkter des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord in dem Haus unterbringen.  Da er bereit war, mehr als das Mindesgebot von 50 000 Euro für das Objekt zu bezahlen, wollte er vorab von der Stadt ein Wertgutachten, das er, wie Glauner betont, nicht bekommen habe.

"So dramatisch kann die Finanzsituation der Stadt doch gar nicht sein, dass sie das Gebäude, obwohl sie mehr dafür erzielen könnte, schnell für 50 000 Euro verkauft", wundert sich der Brauereichef und ärgert sich darüber, dass seine Interessensbekundung nicht ernst genommen wurde. Auch dass es formal kein Angebot war, will er nicht gelten lassen. Befremdet reagiert Glauner deshalb auf das Vorgehen: "Warum entzieht sich die Stadt jeder öffentlichen Diskussion und verhandelt das ganze hinter verschlossenen Türen, als ob sie was zu verbergen hätte und dann auch noch in diesem Schnellverfahren", fragt er sich. Verwundert ist Glauner auch darüber, dass die türkisch-islamische Gemeinde den Zuschlag bekam, obwohl sie das Haus als Gebetshaus nutzen  möchte, dieses Ansinnen aber per Vertrag von Stadtseite ausgeschlossen werden soll. Glauner: "Das passt doch nicht zusammen."

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