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Alpirsbach Brauerei will kräftig investieren

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In der Alpirsbacher Brauwelt (von links): Jochen Protzer von der WFG Nordschwarzwald, Wirtschaftsbeauftragter Ralf Bohnet, Firmeninhaber Carl Glauner, Landrat Klaus Michael Rückert und Geschäftsführer Markus Schlör. Foto: Landratsamt Foto: Schwarzwälder Bote

Investitionen von rund drei Millionen Euro plant die Alpirsbacher Klosterbräu in den kommenden Jahren. Bei einem Besuch in Alpirsbach informierte sich Landrat Klaus Michael Rückert über das, was sich zurzeit in der Brauerei tut.

Alpirsbach. In regelmäßigen Abständen macht die Alpirsbacher Klosterbräu durch verschiedene Auszeichnungen und Preise von sich reden. Nicht nur das Brauwasser ist für diese Erfolge verantwortlich, sondern auch die tief verwurzelte Braukunst sowie das moderne Marketing von Alpirsbacher Klosterbräu, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts.

Um die größte Brauerei im Landkreis noch intensiver kennenzulernen, hat Landrat Klaus Michael Rückert das Unternehmen in Alpirsbach besucht. Mit dabei waren Bürgermeister Michael Pfaff, der Geschäftsführer der WFG-Nordschwarzwald, Jochen Protzer, sowie der Wirtschaftsbeauftragte des Landkreises, Ralf Bohnet, und die DH-Studentin Sandra Michel.

Persönliches Kennenlernen zunächst im Mittelpunkt

Empfangen wurde die Delegation von den Geschäftsführern Carl Glauner und Markus Schlör. Im Mittelpunkt standen zunächst das persönliche Kennenlernen sowie die Entwicklung und die aktuelle Lage der Brauerei. Carl Glauner berichtete lebhaft über die Anfangszeiten der Brauerei im 19. Jahrhundert und wie die Stadt Alpirsbach durch die neue Bahnlinie einen wahren Boom erlebt hat.

1877 übernahm dann Johann Gottfried Glauner die Brauerei und baute sie kontinuierlich aus. Heute wird die Brauerei in vierter Generation von Carl Glauner geführt. Brauerei und Brauwelt beschäftigen derzeit insgesamt 127 Mitarbeiter.

Beeindruckt zeigten sich die Besucher davon, wie auch heute noch in den historischen Gebäuden mit modernster Technik gebraut wird.

Im Zuge des Wachstums wurde ein Industriegebäude am Ortsrand von Alpirsbach gekauft. Darin wurden die Abfüllanlagen und der Versand untergebracht. Um die Abläufe noch effizienter zu machen, wurde als Verbindung der beiden Produktionsstätten die erste Bierpipeline der Welt gebaut. "Diese innovative Lösung zeigt, dass Alpirsbacher Klosterbräu auch deshalb so erfolgreich ist, weil Herausforderungen als Chance für weiteres Wachstum gesehen werden", so der Landrat.

Bei der Besichtigung beeindruckten die riesigen Tanks, in denen das Bier zwischengelagert wird. Pro Jahr produziert die Brauerei 210 000 Hektoliter Bier, aufgeteilt in 16 verschiedene Sorten, und 25 000 Hektoliter alkoholfreie Getränke. Dabei wird auch mit einem Exportanteil von sieben Prozent ins Ausland geliefert. Die wichtigsten Märkte sind Norditalien, Frankreich, China und Japan.

Ein weiterer Erfolgsfaktor sind laut Mitteilung des Landratsamts Produkte, die aus den Rohstoffen der Bierproduktion noch zusätzlich gewonnen werden. Sie reichen von Starkbieressig bis zum Bierduschgel. Die "Brauwelt" ist für Alpirsbach ein touristischer Anziehungspunkt mit jährlich über 30 000 Besuchern.

Bei der anschließenden Gesprächsrunde wurde über Infrastrukturthemen wie Breitbandanschluss und den Öffentlichen Personennahverkehr diskutiert. Aber auch die zunehmende Bürokratisierung war Thema. Bei Letzterem ging es auch darum, was dagegen getan werden könnte. Carl Glauner machte die Bedeutung der Bahnlinie für den Standort Alpirsbach deutlich, und Landrat Rückert erläuterte das neue ÖPNV-Konzept des Landkreises und die damit einhergehenden Vorteile und Verbesserungen für den Landkreis und auch für Alpirsbach.

Zur wirtschaftlichen Situation erklärte Markus Schlör, dass das Unternehmen entgegen dem Branchentrend ein permanentes Wachstum verzeichnen könne und dass der Bierabsatz ständig steige. Dies sei auch auf das moderne Marketingkonzept zurückzuführen. Für die kommenden Jahre sind deshalb auch Investitionen in Höhe von drei Millionen Euro geplant.

Wichtiger Arbeitgeber in der Region

Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Alpirsbacher Klosterbräu ein wichtiger Arbeitgeber in der Region ist. "Es ist für mich immer sehr spannend zu sehen, welche innovativen Unternehmen wir im Landkreis haben, und dabei ist die Alpirsbacher Klosterbrauerei ein weit über die Kreisgrenzen hinaus bekanntes und wertvolles Aushängeschild für die Region und den Landkreis", so der Landrat bei der Verabschiedung.

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