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Alpirsbach Auch Naturschutzgebiet braucht Pflege

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Das Wiesental hat Pflege nötig. Foto: Limmeroth Foto: Schwarzwälder Bote

Alpirsbach. Das Regierungspräsidium und der städtische Forst verwirklichen Pflegearbeiten im Naturschutzgebiet Glaswiesen und Glaswald.

Im Nordwesten von Alpirsbach liegt inmitten des weiten Glaswalds ein kleines Wiesental, das zugleich auch Kern des seit 1989 ausgewiesenen Naturschutzgebiets Glaswiesen und Glaswald ist. Seit Anfang Oktober werden vom Regierungspräsidium Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem städtischen Forst standortfremde Gehölze aus dem Gebiet und entlang des Bachs entfernt. In einem weiteren Schritt plant die höhere Naturschutzbehörde die von den Hängen einwachsenden Gebüsche zurückzuschneiden und die Flächen, die allmählich vom Adlerfarn eingenommen werden, wieder freizustellen.

Bei den Gehölzarbeiten kann es zu Behinderungen entlang des häufig genutzten Fußwegs um die Glaswiesen kommen, so das Regierungspräsidium Karlsruhe in einer Pressemitteilung.

Die Glaswiesen wurden noch bis Ende der 50er-Jahre zur Gewinnung von Heu und Stalleinstreu regelmäßig gemäht. Dadurch haben sich dort auf engstem Raum ganz unterschiedliche und vielfältige Formen der Wiesengesellschaften ausgebildet und führten laut Regierungspräsidium zu einem für die Gegend einmaligen Strukturreichtum der Pflanzenwelt. So gab es einst hier größere Vorkommen von Trollblume oder auch Arnika, von denen heute nur noch ganz vereinzelt Pflanzen zu finden sind. Die enge Verzahnung der hängigen Berg-Glatthaferwiesen über Feucht- und Nasswiesen bis hin zu Sumpf- und Seggenrieden der Bach­aue ist Grundlage des großen Reichtums an ökologischen Nischen. Hiervon profitieren viele Insekten und andere kleine Wirbellose, die wiederum Nahrung für zahlreiche Vogelarten, beispielsweise den seltenen Feldschwirl, sind.

Im Zuge des Pflegemanagements für das Naturschutzgebiet konnten die Mäharbeiten zunächst durch die Forstwirtschaft und dann durch einen ortsansässigen Landwirt übernommen werden. Doch längst nicht alle Wiesen konnten regelmäßig gepflegt werden, und durch fehlende Nutzung wachsen viele Bereiche des einst offenen Wiesentals nach und nach mit Gehölzen und Gebüschen zu. Das bedeutet allerdings einen Lebensraumverlust für die teilweise seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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