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Alpirsbach Atemschutzmasken auf dem Pausenhof

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Schüler und Lehrer erleben den Schulalltag unter Corona-Bedingungen als gewöhnungsbedürftig. Foto: © detailblick-foto – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Eher holprig war der Start bei den Schulen am vergangenen Montag nach den Sommerferien. Die Schulleiter aus Loßburg und Alpirsbach berichten von den Herausforderungen, die der Corona-Alltag im Regelunterrichtsbetrieb mit sich bringt.

Alpirsbach/Loßburg. "Alles ist noch ungewohnt, für Schüler wie für Lehrer", lautet das Fazit von Schulleiterin Rita Bouthier vom Progymnasium Alpirsbach zur ersten Woche Unterricht. Der findet wieder in vollem Umfang statt, für jeden Schüler mache das 32 bis 36 Wochenstunden. "In den Klassen gibt es keine Abstandsregeln mehr, aber dafür dürfen sich die Klassen nicht mischen." Für die Lehrer bedeute das nicht nur mehr Planungsaufwand, um die Pausenzeiten für alle Gruppen unterschiedlich zu legen, sondern auch mehr Arbeit durch mehr Aufsichtszeiten. Immerhin sei das Kollegium wieder vollständig. "Wir kriegen das gerade so hin, aber bei großen Schulen stelle ich mir das schwierig vor", überlegt die Direktorin. Das Progymnasium habe glücklicherweise ein recht großes Gelände. Auch seien Pausenplätze reaktiviert worden, die zuvor gar nicht mehr genutzt worden seien.

Videobotschaften anstatt Aufnahmefeiern

"Es ist schon eine kleine Herausforderung, alles coronakonform zu planen", meint Bouthier. Gemeinsame Veranstaltungen müssen ausfallen, bei den Elternabenden sei man dazu übergegangen, auf die große Aula auszuweichen. Der Abschied der Klasse neun sowie die Aufnahme der Fünftklässler sei auch völlig anders gelaufen als gewöhnlich. "Da gibt es sonst immer schöne Feiern, aber diesmal mussten wir kreativ werden", sagt die Schulleiterin. "Es gab leider keinen Imbiss und auch keinen musikalischen Rahmen. Aber dafür haben die Sechstklässler Videobotschaften für die Fünftklässler vorbereitet." Man müsse sich wohl daran gewöhnen, dass auch künftig immer mehr auf digitale Kanäle ausgewichen werde, überlegt sie. "Ja, es sind gerade verrückte Zeiten."

Das Maskentragen auf dem Schulgelände funktioniere gut. Sogar vor den Sommerferien, als das Tragen außerhalb der Klassenräume noch keine Pflicht gewesen sei, seien einige Schüler mit Maske gekommen. "Wir sind mit den Schülern auch im Austausch und versuchen, sie zu ermutigen, die Regeln einzuhalten." Im Unterricht nehmen die meisten Schüler die Masken ab, erklärt Bouthier. "Aber natürlich können wir nicht kontrollieren, was außerhalb des Schulgeländes passiert." Bei komplett ausgelasteten Stundenplänen sei es nicht mehr möglich, die Gruppen zeitlich versetzt beginnen zu lassen. "Das bedeutet, dass die Schüler in den öffentlichen Verkehrsmitteln doch wieder zusammenkommen", sorgt sie sich. "Hier im ländlichen Raum fahren aber auch einige Eltern ihre Kinder. Den Sulzberg mit dem Fahrrad hochzufahren wird schwierig, aber die Schüler finden auch für sich neue Wege." So lassen manche Schüler ihre Fahrräder am Bahnhof stehen und laufen von dort aus zur Schule.

Gut besetzt – solange niemand krank wird

Von vollen Schulbussen hat auch Schulleiter Thomas Gisonni, Gemeinschaftsschule Loßburg, gehört. In der Schule dagegen funktioniere das Abstandhalten zwischen den einzelnen Klassengruppen gut, wenngleich die neuen Erstklässler erst noch kommen. "Das Kollegium ist momentan gut besetzt, wenn alle gesund bleiben, ist der Aufwand machbar", sagt er. Auch das Mehr an Aufsicht sei noch zu stemmen. An den Herbst und eine mögliche Grippewelle will er lieber nicht denken. "Wir sind jetzt zu hundert Prozent im Präsenzunterricht und hoffen, dass das auch so bleiben kann."

Es wurden verschiedene Pausenzeiten für die Klassen festgelegt, auch das Mittagessen in der Mensa findet in möglichst kleinen Gruppen zu unterschiedlichen Zeiten statt. Die zusätzlichen Sitzplätze im neuen Mensaanbau kommen da gerade recht (wir berichteten). "Ich denke, es ist besser, man ist etwas zu vorsichtig als zu nachlässig", findet Gisonni. Dennoch sei es schwierig, den Schülern zu vermitteln, dass sie auch draußen auf dem Pausengelände Masken tragen müssen. "Diese Regelung ist etwas anstrengend umzusetzen", meint er. "Da müssen wir Lehrer stärker hinterher sein."

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