Zum Schuljahresende geht Rektorin Andrea Dworsky in den Ruhestand Foto: Günther Foto: Schwarzwälder Bote

Bildung: Direktorin Andrea Dworsky tritt den Ruhestand an / Rückblick auf vielseitige Arbeit zwischen Unterricht und Management

Seit nun 17 Jahren ist Andrea Dworsky die Rektorin der Grundschule Alpirsbach. Zum Schuljahresende geht sie in den Ruhestand. Der Abschied ist von Wehmut begleitet, gleichzeitig hat Dworsky aber auch viele Pläne für die Rente.

Alpirsbach. Auf ihre Zeit als Schulleiterin der Grundschule Alpirsbach blickt Dworksy gerne zurück. Lebhaft erzählt sie von den vielseitigen Aufgaben, die sie an ihrer Grundschule im Spannungsfeld zwischen Kultusministerium, Schulamt, Schulträger, Schülern und Eltern sowie Lehrerkollegium und Öffentlichkeit zu bewältigen hatte. Die Doppelbelastung zwischen Schulleitungsaufgaben und Unterrichtsverpflichtung und der Spagat zwischen pädagogischer Arbeit und Verwaltungstätigkeiten sowie Stundenpläne, Vertretungs- und Aufsichtspläne gehörten zu ihrem Arbeitsalltag. Gerne hätte Dworsky auch das Thema Ganztagsschule weiter verfolgt, jedoch wurden die bereits ausgearbeiteten Pläne in Alpirsbach "nach der letzten Bürgermeisterwahl auf Eis gelegt".

Zum Profil ihrer Grundschule gehören auch die Bläserklassen an beiden Schulstandorten. Durch die enge Kooperation mit den Musikvereinen Rötenbach und Peterzell-Römlinsdorf haben diese ein beachtliches Niveau erreicht. Dazu trage auch die Flöten-AG bei, die ab der ersten Klasse angeboten wird.

Dass Dworsky selbst gerne Sport treibt, mag mit ein Grund dafür sein, dass die Grundschule Alpirsbach zudem ein Bewegungsprofil mit regelmäßigen Bewegungspausen und drei Sportstunden vorzuweisen hat. Die gute Kooperation mit der örtlichen Bücherei ist ebenso Teil des Schulprofils wie die Tatsache, dass die Grundschule Alpirsbach Ausbildungsschule und Standort für Dyskalkulie- und Lese-Rechtschreib-Schwächen-Kurse ist.

Zusammenwachsen der Schulen war nicht immer leicht

Geboren in Boxberg und aufgewachsen in Karlsruhe studierte Dworsky nach dem Abitur Sport und Religion an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Nach dem Einsatz an unterschiedlichen Schulen im Raum Karlsruhe wurde sie 1992 an die Grundschule Wittendorf/Lombach versetzt, wo sie bald auch als stellvertretende Schulleiterin fungierte. 1998 wechselte Dworsky an die damals neu gegründete Grundschule Alpirsbach, zu deren Rektorin sie 2004 ernannt wurde.

Die Alpirsbacher Grundschule war bis 1998 Teil des Alpirsbacher Bildungszentrums auf dem Sulzberg. Seither ist die Grundschule als eigenständige Schule in dem aus dem Jahr 1907 stammenden denkmalgeschützten Gebäude in die Schillerstraße 12 untergebracht, in dem vorher das Progymnasium Alpirsbach war.

Der Grundschule angegliedert ist die Außenstelle Peterzell, deren Einzugsgebiet Peterzell, Aischfeld, Gräben, Hönweiler, Reutin und Römlinsdorf umfasst. Das Einzugsgebiet der Grundschule Alpirsbach erstreckt sich auf Alpirsbach selbst sowie auf die Orte Ehlenbogen, Reinerzau, Rötenbach und Dieboldsberg.

Das Zusammenwachsen von Grundschule und Außenstelle sei nicht immer leicht gewesen, erinnert sich die scheidende Schulleiterin. Anfangs seien sogar unterschiedliche Schul-Bücher in den beiden Schulen verwendet worden. Inzwischen haben Lehrer, Eltern und die rund 180 Schüler beider Schulstandorte längst das Schulmotto "Miteinander – Füreinander" verinnerlicht. Dazu tragen sowohl die gemeinsamen Bundesjugendspiele und Projekttage bei, als auch die Tatsache, dass Rektorin und Konrektorin stets an beiden Standorten unterrichteten.

Endlich selbst für das Sportabzeichen trainieren und verreisen

Für die Zeit ihres Ruhestandes hat Dworsky viele Pläne, für die bisher kaum Zeit blieb: "Ich konnte eigentlich nichts nebenher machen, es war immer so viel zu tun". Umso mehr freut sie sich jetzt darauf, regelmäßig für das Sportabzeichen zu trainieren und auf das Wandern und Skifahren.

Auch beim TSV Freudenstadt will sie sich weiterhin ehrenamtlich engagieren. "Ein bisschen verreisen macht auch Freude und sollte im Ruhestand auch drin sein", hat sie sich zudem vorgenommen. Obwohl für sie "die Zeit mit Corona unglaublich Kräfte raubend war", blickt sie wehmütig auf ihre Zeit in Alpirsbach zurück: "Es war hier eigentlich eine tolle Arbeit."

Das bestätigt auch Konrektorin Maite Kilgus, die der Ära nach Dworsky eher skeptisch gegenübersteht: "Wir müssen hier erst einmal schauen, wie wir den Verlust schaukeln. Wir waren auf jeden Fall eine gutes Team und haben uns bestens ergänzt."

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