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Alpirsbach Alpirsbacher Wasser fließt nach Offenburg

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Foto: Riesterer Foto: Schwarzwälder Bote

Der Anschluss der Stadt Offenburg an die Wasserversorgung, damit einhergehende höhere Wasserabgabemengen und Investitionen von rund 1,5 Millionen Euro in 2021: Bei der "Wasserversorgung Kleine Kinzig" steht so einiges auf dem Plan.

Alpirsbach-Reinerzau. Beim Zweckverband Wasserversorgung Kleine Kinzig stand der Wirtschaftsplan 2021 auf der Tagesordnung der jüngsten Verbandsversammlung. Geschäftsführer Maik Zinser rechnet mit einer Abgabemenge von 5,6 Millionen Kubikmeter Wasser in diesem Jahr. Unverändert bleiben die Betriebskostenumlage mit 3000 Euro je Beteiligungsquote sowie die Betriebskostenumlage mit 40 Cent je Kubikmeter. Das entspricht auch dem Wunsch der Verbandsmitglieder zur Planungssicherheit.

Im Erfolgsplan für dieses Jahr rechnen die Verantwortlichen mit einem Fehlbetrag von ganzen 365 000 Euro. Der Grund dafür sind die nicht kostendeckenden Umlagesätze. Dieser Fehlbetrag soll jedoch aus den vorhanden Rücklagen gedeckt werden können.

Wasserabgabe wird bis 2022 wohl leicht steigen

Im Vermögensplan sind Investitionen von insgesamt 1 525 000 Euro eingeplant. Die größten Projekte, die in diesem Jahr anfallen, sind die Bewältigung einer Rate für das Schlammabsetzbecken in Höhe von 100 000 Euro, 110 000 für einen Hochbehälter in Schenkenzell, die Erneuerung von Förderpumpen zu einem Preis von 155 000 Euro, neue Spülwasserpumpen für 230 000 Euro und die Erneuerung von Förderpumpen in Hochbehältern für 375 000 Euro.

Außerdem, so Zinser weiter, ist eine erste Rate von 100 000 Euro für die Aufdimensionierung der Leitungen für den zukünftigen Anschluss der Stadt Offenburg an die Wasserversorgung Kleine Kinzig eingeplant. Die voraussichtlichen Kosten dafür werden sich auf 1,6 Millionen Euro belaufen, die Umsetzung ist dann für 2022 vorgesehen.

In der Finanzplanung wird für 2022 mit leicht steigender Wasserabgabe gerechnet. Ab dem Jahr 2023 wird sich dann der Anschluss von Offenburg bemerkbar machen. Die Abgabemenge soll dann voraussichtlich auf 6,1 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr steigen.

Darlehensaufnahmen nicht zu vermeiden

Ab dem Jahr 2022 wird sich die abschnittsweise Betonsanierung des Entnahmestollens und des Entnahmeturmes mit jährlich 300 000 Euro im Finanzplan niederschlagen. Die sich daraus ergebenden Fehlbeträge können aus den vorhandenen Rücklagen aus den Jahren 2015 bis 2019 abgedeckt werden, erklärte der Geschäftsführer. Ansonsten, so betonte er, müsste eine deutlich höhere Anpassung der Verbandsumlage erfolgen.

Die Erweiterung des Schlammabsetzbeckens 2021 und 2022 wird mit Baukosten von 2,5 Millionen Euro angesetzt. Für 2022 sind zudem 200 000 Euro für die Erneuerung des Prozessleitsystemes vorgesehen, 455 000 Euro für die Dosiertechnik, 350 000 Euro für ein Übergabewerk nach Offenburg, wobei die Aufdimensionierung der Leitung mit 1,5 Millionen Euro zu Buche schlägt. Weitere Baumaßnahmen in diesem Zusammenhang werden mit insgesamt 7,3 Millionen Euro bis 2024 veranschlagt, führte Maik Zinser aus.

Zur Finanzierung müsste sich der Verband ab 2022 zum Ausgleich des Vermögensplanes wieder mit Darlehensaufnahmen beschäftigen, schloss er.

Peter Kälble, Geschäftsführer der Stadtwerke Schramberg, meldete sich zu Wort. Wie er meinte, hat sich durch die eher vorsichtige Planung in den Jahren von 2015 bis 2019 ein Überschuss von mehr als vier Millionen Euro angehäuft. Mit dem zu erwartenden Ergebnis von 2020 könnte sich der Überschuss auf voraussichtlich fünf Millionen summieren. Mit diesem Ergebnis könnten die Umlagen die nächsten Jahre unverändert beibehalten werden, resümierte er.

Der Verbandspräsident Thomas Haas bedankte sich für die Ausführung und nahm die Anregung entgegen.

Bei der anschließenden Abstimmung wurde der Wirtschaftsplan einstimmig verabschiedet.

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