Das alte Bauhofgebäude ist Geschichte, jetzt geht es an den Neubau, der Bauhof und die Ratshausener Feuerwehr auf dem Allmend gemeinsam beherbergt.
Der alte Bauhof auf dem Allmend ist abgerissen, jetzt geht es an den Neubau. „Wenn das Wetter mitmacht, könnte der Rohbau im Frühjahr stehen“, sagt Tommy Geiger, Bürgermeister von Ratshausen, im Gespräch mit unserer Redaktion. Derzeit wird das Fundament gebaut, bis Ende November soll die Bodenplatte fertig sein, Ende Januar die Außenwände stehen. Trotz Schnee und Kälte laufen die Bauarbeiten weiter, worüber Geiger sehr froh ist, er rechnet aber auch damit, dass es wetterbedingte Unterbrechungen geben könnte.
Im Frühjahr hat sich der Gemeinderat darauf geeinigt, das neue Feuerwehrhaus – das alte ist nicht nur zu klein, sondern entspricht auch nicht mehr den aktuellen Anforderungen – direkt an das Allmendzentrum anzubauen, um mögliche Synergien zu nutzen. Da dort bislang das Bauhofgebäude stand, das inzwischen in die Jahre gekommen ist, beschloss der Gemeinderat, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und ein gemeinsames Gebäude zu errichten, das sowohl die freiwillige Feuerwehr als auch den kommunalen Bauhof beherbergen soll.
Im Sommer wurde dann das Bauhofgebäude abgerissen und das Salzsilo versetzt, um Platz für den Neubau zu schaffen. Die Fahrzeuge des Bauhofs sind während der Bauphase in der Garage des Allmendzentrums untergebracht, die weiteren Geräte in der Garage der Plettenberghalle und in einem Haus an der Ortsdurchfahrt, das im Besitz der Gemeinde ist. Auch wenn die Bauhofmitarbeiter – abgesehen von kleinen Einschränkungen – ihrer Arbeit wie bisher nachgehen können ist es das Ziel, dass der Bauhof zuerst in das neue Gebäude einzieht, bestenfalls noch vor dem Winter 2026.
Übungscontainer musste weichen
Mit dem Abriss musste auch die Übungscontainer der Feuerwehr weichen. Einen Ersatz gibt es nicht, wie Tommy Geiger erzählt. Doch die Anlage sei in der Vergangenheit ohnehin nur selten genutzt worden.
In der jüngsten Sitzung informierte Architekt Ralph Burghardt die Gemeinderäte über den Baufortschritt, außerdem wurden wieder einige Gewerke vergeben. Derzeit laufen die Vorbereitungen für weitere Ausschreibungen wie die Fenster, Elektroinstallationen und die Arbeiten für Heizung, Lüftung und Sanitär. Immer wieder gibt es zudem Abstimmungsgespräche zwischen Gemeinde, Feuerwehr, Bauhof und dem Architekten. Dabei geht es auch um Feinheiten wie etwa darum, welche Art von Türen und Fenster verbaut werden.
Weniger als zwei Millionen Euro angepeilt
Noch vor Baubeginn rechnete die Gemeinde mit Gesamtkosten von 2,12 Millionen Euro. Zwar sind längst nicht alle Gewerke vergeben, geschweige denn abgerechnet, doch bereits jetzt konnten vor allem durch ein besonders günstiges Rohbauangebot rund 100 000 Euro eingespart werden. Der Bürgermeister würde es begrüßen, wenn sich dieser Trend fortsetzt und der Neubau am Ende weniger als zwei Millionen Euro kostet.
Wenn der Rohbau steht, soll ein Richtfest gefeiert werden, später dann die Einweihung: „Aber erst, wenn alles fertig eingerichtet ist“, betont Geiger. Realistisch könnte dies im Frühjahr 2027 der Fall sein.