Die Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart haben nicht nur das DM-Finale verpasst, sondern dadurch auch die Champions League – was Trainer Konstantin Bitter sehr bedauert.
Das erste Play-off-Duell um die Meisterschaft war ziemlich einseitig. Die Volleyballerinnen des VfB Suhl schlugen den Dresdner SC unerwartet klar mit 3:0 (25:22, 25:22, 25:16), die zweite Partie findet an diesem Samstag (19 Uhr) statt. Unabhängig davon, wie die Finalserie ausgeht, steht jetzt schon fest, dass die beiden Clubs nächste Saison in der Champions League spielen werden. Im Gegensatz zu Allianz MTV Stuttgart.
Das beste Team der Bundesliga-Hauptrunde scheiterte im Play-off-Halbfinale am Dresdner SC und verspielte damit nicht nur die letzte Titelchance, sondern auch die Teilnahme am Supercup und an der Königsklasse – was schmerzt. „Für die Entwicklung unserer neuen Mannschaft“, sagt Trainer Konstantin Bitter, „wäre es extrem hilfreich gewesen, wenn wir uns mit den stärksten Teams Europas hätten messen können.“
Konstantin Bitter: „Der beste Wettbewerb, den man spielen kann“
Zweimal hat Allianz MTV Stuttgart freiwillig auf die Teilnahme an der Champions League verzichtet. 2016 wurde die Qualifikation aus finanziellen Gründen nicht gespielt, 2025 keine Wildcard beantragt, weil das Team einen großen Umbruch hinter sich hatte. Dazwischen war der Club oft dabei und enorm erfolgreich: viermal standen die Stuttgarterinnen im Viertelfinale. „Es ist der beste Wettbewerb, den man spielen kann, auch weil man wegen der Gruppenphase eine fixe Anzahl an Duellen auf höchstem Niveau hat“, sagt Bitter, „deshalb bedaure ich es sehr, dass wir nicht dabei sind.“
Nächste Saison wird Allianz MTV Stuttgart erneut im CEV-Cup aufschlagen – und schon jetzt hofft der Coach auf eine bessere Auslosung als vor einem Jahr. Damals hatten die Stuttgarterinnen zunächst ein Freilos, dann setzten sie sich dank eines fulminanten 3:0-Erfolgs im Heimspiel gegen THY Istanbul durch, ehe in den Play-offs fürs Viertelfinale gegen den späteren Cup-Gewinner Galatasaray Istanbul das Aus folgte.
„Wir haben stark gespielt, doch die Konstellation war unglücklich. Eigentlich wollten wir bis zum Ende im Rennen sein“, sagt Bitter, der für die weiteren Spiele im zweitwichtigsten europäischen Wettbewerb ein klares Ziel hat: „Wir wollen uns erneut gut präsentieren, ein paar Runden gewinnen und an den internationalen Aufgaben wachsen.“ Zudem ist der eigene Anspruch, mal wieder ein DM-Finale zu erreichen. Und damit die nächste Qualifikation für die Champions League.