Der Supercup 2024 bleibt die einzige Trophäe, die Zuspielerin Charlotte Krenicky mit Allianz MTV Stuttgart gewonnen hat. Foto: Baumann

Trainer Konstantin Bitter ist enttäuscht von der Zuspielerin, die sehr spät um Auflösung ihres Vertrags bei Volleyball-Bundesligist Allianz MTV Stuttgart gebeten hat.

Die Personalplanungen sind bei Volleyball-Bundesligist Allianz MTV Stuttgart eigentlich schon lange abgeschlossen, der Kader für die nächste Saison steht seit vielen Wochen. Trotzdem hat das Thema die Verantwortlichen zuletzt unerwarteterweise noch einmal stark beschäftigt – und das ausgerechnet auf der Position, die als erstes abgehakt worden war.

 

Charlotte Krenicky hatte einen bis Mai 2026 laufenden Vertrag, Pia Kästner verlängerte ihr Arbeitspapier schon Ende Januar um ein weiteres Jahr – damit stand das Zuspielerinnen-Duo fest. Allerdings nur, bis Charlotte Krenicky vor Kurzem die Bitte äußerte, ihren Kontrakt aufzulösen, worüber der Bundesligist alles andere als erfreut war. Die Gespräche, die daraufhin mit der 24-jährigen Belgierin geführt wurden, brachten jedoch kein anderes Ergebnis mehr. „Ich bin enttäuscht von Charlotte Krenicky“, sagt Trainer Konstantin Bitter, „wir haben sie nach Stuttgart geholt, viel Zeit und Energie in sie investiert. Sie hat große Fortschritte erzielt und wir dachten, dass wir diesen Weg zusammen weitergehen.“

Angebot eines Clubs aus der Königsklasse

Dafür, dass Charlotte Krenicky Stuttgart nun verlässt, gibt es aus Sicht von Konstantin Bitter zwei Gründe. Zum einen habe sie die „Konkurrenz gescheut“ und die Möglichkeit, sich hinter der erfahrenen Pia Kästner weiterzuentwickeln, nicht genug zu schätzen gewusst: „Wir haben ihr einen klaren Plan aufgezeigt und hätten gerne weiter auf sie gesetzt“, erklärt der Coach, der – zum anderen – allerdings auch davon gehört hat, dass Charlotte Krenicky das Angebot eines konkurrierenden Vereins vorliegen soll. Nach Informationen unserer Zeitung könnte es sich um einen Club in Osteuropa handeln, der in der nächsten Saison im Gegensatz zu Allianz MTV Stuttgart in der Champions League aufschlägt. Was an einem nichts ändert: „Der späte Abschied von Charlotte Krenicky“, sagt Konstantin Bitter, „hat uns vor große Probleme gestellt.“

Denn im Mai gibt der Volleyball-Markt normalerweise nicht mehr viel her. Umso glücklicher ist Allianz MTV Stuttgart, doch noch eine gute Lösung gefunden zu haben: Nach Diagonalangreiferin Lydia Grote kommt nun noch eine zweite Akteurin von den Orlando Valkyries aus Florida: Zuspielerin Melani Shaffmaster (23) ist 1,91 Meter groß und physisch sehr stark. „Wir wollten jemanden finden, der einen Kontrast zu Pia Kästner darstellt“, sagt Konstantin Bitter, „Melani Shaffmaster kann unserem Spiel einen anderen Touch geben, die beiden werden sich sehr gut ergänzen.“

Damit ist die Zahl der externen Neuzugänge bei Allianz MTV Stuttgart auf neun angewachsen. Sofern die Kaderplanung nun tatsächlich beendet ist.