Sympathisch, charaktervoll und vielseitig begabt, so kannten ihn viele Horber: Alfred Seifriz, der im Alter von 68 Jahren nach einer schweren Krankheit gestorben ist.
Alfred Seifriz, ein Horber durch und durch, ist nach schwerer Krankheit am 30. Januar 2025 im Alter von 68 Jahren gestorben. Rechtsanwalt, Kommunalpolitiker, Ehrenamtler, Feingeist, Christ – Alfred Seifriz war ein Mensch mit vielen Facetten, vielen Talenten. Er war durch und durch ein echter Horber, der sich für seine Stadt immer eingesetzt hat.
Seifriz wurde in Horb am 15. Juli 1956 geboren, er wuchs mit seiner fünf Jahre jüngeren Schwester Margot in der Hirschgasse auf. Seine Eltern hatten eine Metzgerei. Nach dem Abitur studierte er in Freiburg Jura, danach ging er nach München auf die Bundeswehrhochschule. Nach verschiedenen Anwaltsstellen kehrte er zurück in seine Heimatgemeinde Horb, wo er sich an verschiedenen Stellen einbrachte. War ihm doch seine Heimatstadt immer ein großes Anliegen.
Vielseitiges Engagement
Seifriz war 21 Jahre für die FD/FW-Fraktion im Stadtrat, zudem in der Kirche und im Stiftungsrat engagiert. Die Rettung des Klosters ist eng mit seinem Namen verknüpft. Seifriz hat immer die Geschehnisse in der Stadt aufmerksam verfolgt. Seifriz war ein Familienmensch. Er war ledig. Aber er liebte seine drei Neffen. Er war ein herzensguter Mensch, so seine Schwester Margot.
Eine lange Weggefährtin von Seifriz im Stadtrat war Margarete Rebholz. Seinen politischen Rat habe ich als Newcomerin sehr geschätzt, so Rebholz.
Die Entwicklung der Innenstadt und der Kindergärten lag ihm sehr am Herzen. In seine Zeit fiel die Konversion der Kaserne, der Umzug der Feuerwehr auf den Hohenberg. Seifriz hat sich immer mit viel Liebe für seine Kommune engagiert. Das Gemeinwohl lag ihm immer sehr am Herzen.
Liberal ohne Parteibuch
Alfred Seifriz war ein Liberaler, dies aber ohne Parteibuch. Zusammen mit Michael Theurer baute er die FD/FW-Fraktion auf, die zu einer starken Kraft heranwuchs.
Seifriz war ein hervorragendes Vorbild für ein ehrenamtliches, politisches und soziales Engagement, so Theurer. Wenn er von einer Sache überzeugt war, konnte er sehr kämpferisch auftreten. Auch Timm Kern hat seine liberalen Werte wie Freiheit und Verantwortung geschätzt. Seifriz’ juristischer Rat war oft gefragt. Er habe Brücken gebaut.
Eine enge Freundschaft verband Alfred Seifriz mit Joachim Milles. Sie kannten sich seit Jahrzehnten, saßen gemeinsam im Stadtrat, im Kirchengemeinderat. Seifriz war ein Mensch des Ehrenamtes, so Milles. Auch OB Peter Rosenberger ließ es sich nicht nehmen, für Alfred Seifriz viele lobende Worte zu finden. „Wir verlieren einen heißblütigen Kommunalpolitiker, der viel für die Stadt bewegt hat. Seine Geradlinigkeit war sein Markenzeichen.“
„Großartiger Mensch“
Von allen Seiten gab es viel Lob für das Engagement von Seifriz, für seine Menschlichkeit. „Er war ein großartiger Mensch, ein großer Horber verlässt für immer die Bühne.“
Das Requiem ist am Samstag, 15. Februar, um 10 Uhr in der Stiftskirche in Horb, direkt daran die Urnenbeisetzung.