Alfred Biolek: 1934-2021. Foto: imago images/Political-Moments

Mit dem Entertainer Alfred Biolek haben die Deutschen Ende des letzten Jahrhunderts und in folgenden Jahren eine andere Form von Unterhaltung im Fernsehen kennengelernt. Und ein bisschen auch das Kochen.

Stuttgart - „Wer kommt, der kommt“ hieß ein Talkformat in den siebziger Jahren im Kölner „Senftöpfchen“, einer Kneipe, in der es so eng wie lustig zuging: „Wer kütt, der kütt“, ein sehr kölsches Motto. Es setzte voraus, dass jeder Mensch, wer er auch sei, eine Geschichte habe, die zu bereden sich lohne. Fürs Fernsehen wurde der Titel geändert. Er hieß jetzt, ein wenig öffentlich-rechtlich-seriöser, „Kölner Treff“. Diese Sendung wurde geleitet von zwei Männern, die anfangs gemeinsam auf einem großen, knarzenden Sofa saßen und Gäste ankündigten, mit denen sie dann auf unterschiedliche Art und Weise ins Gespräch gerieten. Dieter Thoma, ein sehr gewitzter Westfale mit tiefem Bariton, kam von der Politik und bevorzugte eine ruhige journalistische Herangehensweise. Alfred Biolek hingegen, sein Pendant, hatte etwas Quecksilbriges. Thoma ruhte im Fauteuil, Biolek schien oft auf dem Sprung, wiewohl man ihm in nachdenklichen Passagen und wenn es ums Nachhaken ging, schon auch immer noch den gelernten Juristen anmerkte und vor allem, dass er britische und amerikanische Vorbilder kannte.

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