Seit Mai Juni wird in der Plettenberghütte nicht mehr bewirtet. Der Schwäbische Albverein hat das Pachtverhältnis zum 14. April 2025 gekündigt Foto: Marschal

Die Ortsgruppe Dotternhausen des Schwäbischen Albvereins hat das Pachtverhältnis für die Plettenberghütte zum 14. April 2025 gekündigt. Die Zukunft der bei Wanderern beliebten Einkehrmöglichkeit auf dem Plettenberg ist ungewiss.

Die Hütte auf dem Plettenberg war für viele Wanderer und Ausflügler, aber auch für die Dotternhausener eine beliebte Einkehrmöglichkeit am Wochenende. Seit Mai vergangenen Jahres bleibt die Küche kalt. Pächterin Nadine Bechthold hat Hals über Kopf gekündigt, um die Kirchbühlhütte in Mahlstetten zu betreiben. Seither ist die Plettenberghütte geschlossen. Ob dort, auf 1000 Höhenmetern, je wieder Ausflügler bewirtet werden, steht aktuell in den Sternen. Die Ortsgruppe Dotternhausen des Schwäbischen Albvereins hat nämlich seinen Pachtvertrag zum 14. April 2025 gekündigt, wie die Vorsitzende Ilse Ringwald auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte.

 

Seit 1967 wird die Hütte vom Albverein genutzt

Das ehemalige Schafhaus wurde 1967 vom Albverein umgebaut und seither auch als Einkehrmöglichkeit an den Wochenenden betrieben. Eigentümerin ist seit einigen Jahren die Gemeinde Dotternhausen. Die Ortsgruppe hat das Gebäude gepachtet, sich um dessen Unterhalt gesorgt und die Anlage gepflegt. Der Verein wiederum verpachtete die Gastronomie seit 2011, zuletzt sieben Jahre lang an Nadine Bechthold.

Zuvor sorgte der Verein um die 20 Jahre lang selbst für die Bewirtung. Davor wiederum habe es bereits externe Pächter gegeben, wie Ringwald erklärt. Sie betont, dass die Pachteinnahmen aus der Gastronomie direkt in den Unterhalt der Außenanlagen geflossen ist.

Ein Weiterführen wie bisher ist nicht möglich

Für die Zukunft habe es auch Interessenten gegeben, die sich zugetraut hätten, die Hütte unter den gegebenen Bedingungen zu führen, berichtet Ringwald. Doch daraus werde vorerst nichts – zumindest nicht gemeinsam mit dem Schwäbischen Albverein.

Ein Grund sind laut Ringwald die hohen Auflagen, die einen Betrieb der Plettenberghütte so, wie der Verein es sich vorstellt, nicht ermöglicht. Das Gaststättengesetz lasse es beispielsweise nicht zu, dass in der Plettenberghütte Livemusik gespielt wird. „Dabei sind Musik und Gesang in der DNA des Vereins“, erklärt Ringwald. Es habe Gespräche mit dem Landratsamt und der Gemeinde gegeben, doch ohne befriedigendes Ergebnis. „Wir haben keine Lösung gefunden, die für beide Seiten Sinn macht“, erklärt Ringwald.

Zufahrt zur Hütte wurde zum Zankapfel

„Wir können einem Pächter nicht garantieren, dass er die Hütte so wie bisher weiterführen kann, ohne Probleme zu bekommen“, erklärt die Ortsgruppenvorsitzende. Daher habe der erweiterte Vorstand abgewägt, was für und gegen ein Weiterführen des Pachtverhältnisses spricht – und sich schließlich für dessen Ende entschieden.

Auch die Anfahrtssituation habe in der Vergangenheit sowohl bei Besuchern als auch bei den Betreibern für Unmut gesorgt. Während die schmale und steile Zufahrt zum Plettenberg von November bis Ostern gar nicht gestattet ist, dürfen Autos in den warmen Monaten nur bis zum oberen Parkplatz fahren, was für Einkehrer bis zur Hütte einen steilen Fußmarsch von mehreren 100 Metern bedeutet. Wer nicht gut zu Fuß ist, hat das Nachsehen.

„Da geht ein Stück Dotternhausen verloren“

„Die Leute sind nicht begeistert, dass es auf dem Plettenberg nicht weiter geht“, erklärt Ringwald, die in den vergangenen Wochen und Monaten den Dotternhausenern immer wieder Rede und Antwort bezüglich der Zukunft der Hütte stehen musste. „Da geht ein Stück Dotternhausen verloren“, sagt Ringwald traurig.

Bürgermeisterin Marion Maier teilte auf Anfrage unserer Redaktion mit, dass sie zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft darüber geben kann, wie es nach dem 14. April weitergehen wird. Weder ob sie wieder verpachtet werden wird, noch wer sich künftig um die Pflege der Außenanlagen kümmern wird.