Angelina „Utze“ Utzeri aus Albstadt war diese Woche in der Vox-Sendung „Shopping Queen“ zu sehen. Im Gespräch mit unserer Redaktion hat die Albstädterin über die Erfahrung gesprochen und verraten, was ihr an der Sendung weniger gefallen hat.
Die Albstädterin musste innerhalb von vier Stunden mit einem Budget von 500 Euro ein Outfit samt Make-up und Haarstyling zum Thema „Summer Sparkle – Begrüße den Sommer mit deinem neuen Pailletten-Outfit!“ zusammenstellen. Wie in der Folge zu sehen war, erhielt die Bachelor-Gewinnerin trotz enormen Zeitdrucks positive Resonanz zu ihrem Outfit – sowohl von den anderen Konkurrentinnen als auch von Guido Maria Kretschmer, dem Host der Sendung.
Bekannt ist Angelina, auch „Utze“ genannt, für ihre Teilnahme an Dating-Shows wie „Take Me Out“ oder „Der Bachelor“. Doch in beiden Sendungen geht es weniger um Mode, sondern um die Suche nach der Liebe. Wie kam es also dazu, dass die 29-Jährige bei Shopping Queen mitgemacht hat?
Den Anstoß zur Teilnahme gab ihre Schwester: „Ich kenne keine Person, die so ein großer Shopping-Queen-Fan ist wie meine Schwester.“ Doch auch sie selbst hatte das Bedürfnis, bei einem anderen TV-Format mitzumachen: „Ich bin generell sehr modeaffin. Ich hatte einfach Lust, mal bei etwas mitzumachen, das sich nicht nur um Männer dreht, sondern um Mode“, betont sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Am Ende konnte ihre Schwester leider nicht teilnehmen, doch dafür begleitete sie ihr bester Freund Lucca Bitzer, der ebenfalls aus Albstadt kommt. Die gemeinsame Erfahrung habe ihre Freundschaft zu Lucca noch gestärkt. „Obwohl wir uns seit 25 Jahren kennen, hat uns diese Erfahrung noch näher zusammengebracht.“
Die Teilnahme verzögerte sich etwas, da Angelina in den letzten Jahren häufig umgezogen ist. „Man muss bei der Anmeldung eine Stadt angeben, und das war bei mir nicht so einfach. Aber da ich jetzt in Berlin sesshaft geworden bin, konnte ich endlich mitmachen.“
Im Zollernalbkreis hätte die gebürtige Schwäbin diese Erfahrung nicht gemacht, denn dafür hätte sie anderthalb Stunden nach Stuttgart fahren müssen. In Albstadt selbst hätte es zudem nicht viele Auswahlmöglichkeiten gegeben, da bei Shopping Queen nur bestimmte, von der Produktion ausgewählte, Läden zur Verfügung stehen.
Vorbereitung auf die modische Herausforderung
Doch hat „Utze“ versucht, sich auf den Shopping Queen-Dreh vorzubereiten? „Ich habe die Läden abgecheckt, die auf meiner Liste standen, aber keiner von ihnen wurde tatsächlich ausgewählt. Außerdem kennt man das Motto vorher nicht, das macht die Vorbereitung schwierig“, sagt die 29-Jährige.
Einige stressige Momente, wie die Suche nach Läden, die überhaupt Pailletten im Angebot hatten, wurden in der Folge nicht gezeigt. „Was mir als "Shopping Queen"-Zuschauerin nie klar war, ist, dass man eine bestimmte Anzahl von Läden zur Auswahl hat. Wenn einem dort nichts zu 100 Prozent gefällt, kann man nichts daran ändern. Man muss etwas kaufen. Mein Outfit war nicht meine erste Wahl, aber für das Motto das Beste, was ich in der gegebenen Zeit und unter den Voraussetzungen machen konnte.“
Überraschend positive Resonanz auf die Folge
Angelina war überrascht von der positiven Resonanz auf die Folge. „Ich habe viele süße und positive Kommentare bekommen. Meine Eltern haben mir gesagt, wie stolz sie auf mich sind, und sogar meine Oma hat mich fast weinend angerufen, weil sie sich so gefreut hat“, erzählt die Influencerin.
Was „Utze“ am meisten gefiel, war, dass sich die Kommentare hauptsächlich auf das Outfit und weniger auf ihr persönliches Verhalten bezogen waren. „Bei Shopping Queen gibt man auch nicht viel von sich preis, das kann man nicht mit anderen Formaten vergleichen“, ergänzt sie.
Enormer Konkurrenzdruck
Während Angelina zusammen mit ihrem besten Freund Lucca auf Outfit-Suche war, nahmen die Mitstreiterinnen gründlich ihren Kleiderschrank unter die Lupe. Für die 29-Jährige stellte weder das noch die Tatsache, dass ein Kamerateam in ihrer Wohnung war, ein Problem dar. „Ich bin eh ein sehr offener Mensch. Gastfreundschaft war bei uns zu Hause immer ein großes Thema“, erzählt sie unserer Redaktion. Allerdings hatte sich die Albstädterin mit den anderen Kandidatinnen nicht so gut verstanden.
Nur mit Mariola, einer Mitstreiterin, habe sie weiterhin den Kontakt nach dem Dreh gehalten. Zu den anderen Kandidatinnen bestehe eher weniger Interesse eine Freundschaft zu knüpfen. „Freundinnen sind wir nicht geworden. Mit dem Rest habe ich mich semigut verstanden, sie waren okay.“
Der Konkurrenzdruck sei laut Angelina spürbar gewesen, was sie gestört hat. „Bei Shopping Queen sollte es darum gehen, sich für die anderen zu freuen, wenn sie es schaffen, in kurzer Zeit und mit einem kleinen Budget ein stimmiges Outfit zusammenzustellen. Das sollte in erster Linie bewertet werden.“
Auch die Bewertungen der anderen Frauen kritisiert die 29-Jährige: „Die Bewertungen konnte ich nicht immer nachvollziehen, die Begründungen fand ich teils haltlos.“ Doch am Ende hat die Albstädterin für ihren „Ibiza-Look“ sieben Punkte von Guido bekommen und somit den vierten Platz belegt.
Im Großen und Ganzen fand Angelina diese Erfahrung „sehr bereichernd“, doch insgesamt hätte sie sich die Woche eher entspannter vorgestellt.
Künftige TV-Projekte in Sicht?
Was die Zukunft betrifft, gibt es ein Projekt in Aussicht, über das sie aber noch nichts verraten darf. „Es geht wieder in Richtung TV-Formate. Seid gespannt!“, sagt Angelina. Doch dann fügt sie hinzu: TV-Formate im Bereich Spiele und Wettkämpfe fände sie generell sehr interessant. Könnte das vielleicht ein Hinweis für das künftige Projekt sein?