Klasse unterwegs war Tobias Steinhart bei der Deutschen Meisterschaft in Gedern. Foto: Mast-Sindlinger

Dass Tobias Steinhart vom Team Dowe Simplon der RSG Zollern-Alb in der Lage ist, in die Spitze der deutschen Mountainbiker hineinzufahren, hatte er schon mehrfach angedeutet. Allerdings kann sein Auftritt bei der Deutschen Meisterschaft im hessischen Gedern ohne Weiteres als Husarenritt bezeichnet werden.

Im Elite-Rennen musste sich Steinhart mit den Größen der deutschen Mountainbike-Szene messen, für die es vor allem um die beiden Startplätze bei den Olympischen Spielen in Tokio ging. Hier setzte sich Manuel Fumic (Cannondale Factory Racing) in beeindruckender Art und Weise mit einer Siegerzeit von 1:30:05 Stunden gegen seine Konkurrenten durch.

Steinhart startete von Platz 16 ins Rennen und reihte sich bereits nach der Startrunde unter den besten zwölf Fahrern ein. Klug teilte er sich seine Kräfte auf der durch den vielen Regen in der Nacht aufgeweichten Strecke ein und überzeugte mit relativ konstanten Rundenzeiten. Während die Konkurrenten teilweise Schwächephasen ereilten fand sich der RSG-Fahrer nach Runde drei bereits auf Position sieben ein, die er dann bis ins Ziel sicher halten konnte.

"Ich bin gut mit den technisch anspruchsvollen Passagen der Strecke zurecht gekommen und hatte auch in der letzten Runde noch ausreichend Dampf in den Beinen, um den siebten Rang sicher ins Ziel zu bringen. Das war mal ein richtig gutes Rennen", resümierte Steinhart.

Ebenfalls im Elite-Rennen ging Gabriel Sindlinger an den Start. In seinem ersten Saisonrennen musste er von einem der letzten Startplätze das Rennen im knapp 60 Fahrer starken Feld aufnehmen. Bereits in der Startrunde arbeitete er sich auf Rang 28 vor. Nach zwei Runden verlor sein Hinterreifen Luft, so dass er in der Tech-Zone anhalten musste. Dadurch verlor er einiges an Boden, schob sich aber wieder etwas nach vorne, so dass für ihn am Ende Rang 27 zu Buche stand.

In der U23-Klasse der Herren gingen Niklas Scherer und Florian Fink ins Rennen. Für Fink war es ebenfalls das erste Rennen der Saison – zunächst war er im Frühjahr gesundheitlich eingeschränkt gewesen, dann standen die Abiturvorbereitungen im Vordergrund. Deshalb waren die Erwartungen nicht sehr hoch. Ein Sturz bereits in der ersten Runde brachte ihn zusätzlich aus dem Konzept, so dass am Ende für Fink Rang 36 zu Buche stand. Scherer hatte sich ein Ergebnis unter den besten 20 zum Ziel gesetzt – allerdings kam er mit der unrhythmischen und glitschigen Strecke nicht gut zurecht. Unzufrieden beendete er das Rennen auf Platz 26.

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