Am Samstagabend durfte sich der Albstädter Partysänger Max Schneider im linearen TV auf der DSDS-Bühne beweisen. So lief der vorab aufgezeichnete Auftritt bei RTL ab.
Das Casting war bereits lange vorab aufgezeichnet worden. Am Samstagabend wurde die erste Folge der 22. Staffel des RTL-Formats „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) ausgestrahlt. Mit dabei: Max Schneider alias „Max Grün“ aus Albstadt, der in seinem Markenzeichen – einem knallgrünen Ganzkörperanzug mit Sonnenbrille – vor die Jury um Poptitan Dieter Bohlen, Ballermann-Sängerin Isi Glück und Rapper Bushido trat.
Der Auftritt des Albstädters dauerte jedoch nur kurz. Zunächst übergibt Schneider der Jury Geschenke – in Form von Würsten. Für Isi Glück hat der gelernte Metzger eine Wurst in Herzform dabei, für Bohlen und Bushido Würste als DSDS-Schriftzug. Das Mitbringsel kommt offenbar aber nur bei der Ballermann-Sängerin gut an. „Ich esse eure Wurst“, erklärt Isi Glück. Bushido hat wegen des Schweinefleischs abgelehnt, Bohlen zeigt kaum eine Reaktion.
Albstädter singt „Olivia“
Für Isi Glück hatte der 21-jährige Albstädter noch ein Präsent mit dabei. Und zwar ein Foto von sich mit der Ballermann-Sängerin aus einem der vergangenen Urlaube des Mallorca-Fans. An die Begegnung könne sie sich aber nicht mehr erinnern, gibt sie zu Protokoll. Dennoch: Die Aufmerksamkeit des Albstädters scheint bei Isi Glück gut anzukommen.
Dann aber zum Gesang: Typisch für sein Faible für Schlager und Ballermann-Musik singt Max Schneider „Olivia“ von „Die Zipfelbuben“. Ein Song, der Isi Glück natürlich bestens bekannt ist. „Du wirst mein Herz erobern“, sagt Bushido mit ironischem Unterton und bereits leicht genervt, bevor Schneider überhaupt auch einen Ton von sich gegeben hat. Der Albstädter verspricht: „Ich gebe mein Bestes“, worauf Dieter Bohlen antwortet: „Das wird nicht ausreichen.“
Die Vorzeichen für ein Weiterkommen standen also denkbar schlecht. Und so kommt es auch: Nach gut 30 Sekunden Performance hebt Dieter Bohlen auch schon den Arm und die Musik geht aus. Die ersten Worte des Jury-Urgesteins: „Weißt du, das ist eine Beleidigung für den Ballermann. Ihr denkt immer, ich kann nicht singen, ich bin bekloppt, ich habe eine Ausstrahlung wie ein Vollidiot, das kann doch nicht Ballermann sein.“ Weiter sei der Auftritt des Albstädters „peinlich“ gewesen.
„Lass den Schlager in Ruhe!“
Harte Kritik äußert auch Bushido: Der Gesang Schneiders sei „respektlos“ gegenüber der Ballermann-Szene. „Lass den Schlager in Ruhe, er hat dir nichts getan.“ Er spricht dem Albstädter den Willen ab, für seinen Erfolg nicht hart arbeiten zu wollen. Diplomatischer drückt es Isi Glück aus. „Das hat jetzt nichts mit DSDS zu tun“, so ihre Meinung.
Dann verlässt der 21-Jährige die Casting-Bühne. In Empfang nimmt ihn sein Manager und Vater Walter Schneider. Er spricht seinem Sohn Mut zu: „Kopf hoch! Weitermachen, weiter üben, proben und dann irgendwann klappt das.“ Und der Ausschnitt mit dem Albstädter aus der Casting-Folge ist schon wieder vorbei.
Weitere TV-Projekte geplant
Weitere TV-Projekte hat Max Schneider, der bereits zwei eigene Malle-Songs veröffentlicht hat, in der Schublade. Dazu zu gegebener Zeit mehr.