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Albstadt Zukunftsmaterial ersetzt alte Bohlen

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Der Tafel und dem Geländer der Eyachbrücke auf Höhe des Margrethausener Friedhofs hat das letzte Stündchen geschlagen. Das Geländer fiel bereits gestern der Flex zu Opfer. Foto: Kistner Foto: Schwarzwälder-Bote

Schon jetzt dürfte Albstadt zu den Städten mit den weltweit meisten Textilbrücken zählen – und weitere Brücken sind in Vorbereitung respektive im Bau. Die nächste entsteht in den kommenden Wochen in Margrethausen.

Albstadt-Margrethausen. Seit gestern ist die Frommerner Firma Stotz damit beschäftigt, die alte Eyachbrücke auf dem von der Schönenbühlstraße abzweigenden Weg zum Friedhof abzubrechen. Das Geländer und ein Teil der Holzbohlen sind bereits verschwunden; im Anschluss daran werden die Stahlträger, auf denen sie auflagen, entfernt.

Danach kommen die Widerlager an die Reihe: Die Stahlträger der neuen Fahrbahn aus Textilbeton sind aus statischen Gründen etwa 35 Zentimeter kürzer als die der alten; um diese 35 Zentimeter müssen die Widerlager aufgestockt werden – in der nächsten Woche tritt die Betonmischmaschine in Aktion. Auf dem neuen Beton werden anschließend die Auflagerpunkte platziert, die die statischen Kräfte "zwängungsfrei" weitergeben und die Beweglichkeit der Brückenkonstruktion gewährleisten. Beweglich muss eine Brücke sein, zum einen, weil sie vielfältigen Belastungen ausgesetzt ist, zum anderen, weil sie sich je nach Außentemperatur ausdehnt oder zusammenzieht.

Auf diesen Auflagerpunkten wird, wenn alles nach Plan geht, in etwa drei Wochen die neue Brückentafel aus Textilbeton aufruhen und wesentlich haltbarer sein als die alte Holzkonstruktion. Wie lange hölzerne Brückentafeln stabil bleiben, hängt natürlich vom Material und von der Umgebung ab: Fichte ist weniger witterungsresistent als Eiche oder Bongossi, und beschattetes Holz setzen schneller Moos an als besonnte. Aber grundsätzlich, so Volker Maute vom Albstädter Amt für Bauen und Service, gilt, dass spätestens nach 40 Jahren einer hölzernen Brückentafel das letzte Stündlein schlägt. Die Margrethausener Holzbohlen sind ziemlich betagt; Fahrzeuge, die mehr als drei Tonnen wiegen, dürfen daher nicht mehr über die Eyach.

Dieses Verbot kann nach der Fertigstellung der neuen Textilbrücke aufgehoben werden; sie hält auch Lastfahrzeuge aus. Solche Stabilität hat natürlich ihren Preis: Die Albstädter Textilbetonbrücken drei und vier werden zusammen 230 000 Euro kosten; eine neue Holzbrücke wäre vermutlich noch für einen fünfstelligen Betrag zu haben gewesen – aber dafür hält der Textilbeton auch 90 Jahre lang. Die vierte Brücke soll übrigens im kommenden Jahr gebaut werden, und zwar nicht so weit von der dritten entfernt. Sie wird die Eyach im Pfeffinger Heimbolweg neben der Firma Schneider Sportswear queren.

Ihre Redaktion vor Ort Albstadt

Karina Eyrich

Fax: 07431 9364-51

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