Bildung: Forderung nach Eigeninitiative

Albstadt-Ebingen (ber). Die Digitalisierung lässt die Alarmglocken bei Christian Schenk, Schulleiter am Gymnasium Ebingen, weiterhin laut schrillen. In der Schülerschaft sei die Rede davon, dass die digitale Aufwertung des Ebinger Gymnasiums "verschlafen" worden sei. Das will Schenk so nicht stehen lassen: "Das ist ein Eindruck, den man gewinnen kann, wenn man nicht direkt Einblick in die schulorganisatorischen Prozesse hat."

Der Medienentwicklungsplan des Landes Baden-Württemberg und die seit fünf Jahren verordnete zentrale Beschaffung digitaler Endgeräte allein durch den Schulträger hätten den Digitalisierungprozess entschleunigt. "Es war vor fünf Jahren ein schöner Gedanke unseres Schulträgers, die Schulen vor Ort bei Digitalisierungsfragen zu unterstützten." Schade sei, dass seither kein digitales Gerät mehr angeschafft werden dürfe, ohne Absprache mit dem Schulträger zu halten. Auch der Zugriff auf das Budget der einzelnen Schulen sei entzogen worden. "Da wünsche ich mir mehr Vertrauen von Seiten des Schulträgers, dass wir selbst auch digitale Geräte anschaffen dürfen" – schließlich hätten Schulen mit dem Subsidiaritätsprinzip bessere Erfahrungen gemacht als mit dem Zentralismus.

Internetverbindung ist weiterhin ein lästiges Problem

Zentral sollte laut Schenk ein anderes Thema geregelt werden – nämlich die Internetverbindung.

Eine Oberstufenberaterin habe berichtet, dass der Studientag online nicht durchzuführen war – trotz der für die 99 Schülerinnen und Schüler vorhandenen Computer. Interessierte Schüler durften zu Hause bleiben, um sich mit den heimischen Endgeräten weiterzubilden.

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