Noch besteht kein Bedarf für Streufahrzeuge – sobald es weiß wird, gibt es allerdings einen festen Ausrückplan. Foto: Archiv

Prioritäten: Stadt informiert über Bereitschaftskette. Zuerst kommen die Hauptstraßen dran.

Albstadt - Rund 80 Mitarbeiter des städtischen Betriebsamtes sind – sofern Schnee liegt – von November bis März in wechselnder Rufbereitschaft für die Sicherheit auf Albstadts winterlichen Straßen im Einsatz. Doch wie läuft der Winterdienst eigentlich ab?

"Der Einsatzleiter beurteilt morgens gegen 3.15 Uhr die Wetterlage und macht bei Temperaturen unter fünf Grad Celsius eine Kontrollfahrt auf der im Räum- und Streuplan festgelegten Kontrollstrecke durch alle Stadtteile", heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Dabei orientiere er sich nicht nur an den höchstgelegenen Stellen, sondern auch an den Besonderheiten in den Tallagen. Die Wettererscheinungen könnten von Schneefall in Burgfelden und Onstmettingen, bis zu gefrierendem Tau oder Nebel im Eyachtal reichen. Im Anschluss lege er die Notwendigkeit für eine Alarmierung zu einem Einsatz fest und bestimme, in welcher Stufe die Einsatzfahrzeuge geschickt werden.

Während der regulären Arbeitszeit seien die beiden Bauhofleiter von Tailfingen und Ebingen für die Betreuung im Winterdienst zuständig.

Laut Stadtverwaltung gibt es drei Einsatzstufen: In Stufe eins seien nur die sogenannten A-Fahrer mit zwei Fahrzeugen für Albstadt Nord und ein Fahrzeug für Süd auf den festgelegten Hauptstrecken und Steillagen oder punktuell unterwegs.

In Stufe zwei rückten alle betriebsamtseigenen Fahrzeuge sowie die Handräumer und die Handräumer der Fremdfirmen aus. In dieser Stufe, die am häufigsten alarmiert werde, seien die Räumer vorrangig auf Straßen, städtischen Geh- und Fußwegen unterwegs.

In Stufe drei seien alle eigenen Fahrzeuge und Mitarbeiter aus Stufe zwei, zusätzlich aber auch Fremdfirmen im Einsatz. Das geschieht nur bei Dauerschneefall oder anhaltender Glätte sowie Blitzeis. Bürger indes stellen sich oft die Frage, was Haupt- und was Nebenstrecken sind und wie die Prioritäten festgelegt werden. "Zu den Hauptstrecken zählen die Ortsverbindungsstraßen und Ortsdurchfahrten sowie wichtige Busverbindungen", meldet die Stadt. Zufahrten zu Wohngebieten wie Stiegel, Langewand und Hohberg, Zufahrten zu Schulen, Krankenhäusern und anderen öffentlichen Einrichtungen zählten ebenfalls dazu. Parallel dazu werden die gefährlichen Hangstraßen abgefahren. Nebenstrecken, zu denen die Wohnstraßen zählen, werden erst nach Abarbeitung aller zuvor genannten Strecken angefahren. Erst wenn Hanglagen und Wohnstraßen abgearbeitet sind, kommen die nachrangigen Außenbereiche dran, zum Beispiel die Zufahrten zu Wanderparkplätzen. Auf den Friedhöfen werden in eigener Regie und nach Notwendigkeit die Haupt- und Verbindungswege geräumt und gestreut.