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Albstadt Von gemeinsamen Wurzeln

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In Jerusalem sind die drei monotheistischen Weltreligionen vereint. Pastor Seiler führt 2019 dorthin. Foto: Seiler Foto: Schwarzwälder Bote

Pastor Walther Seiler von der evangelisch-methodistischen Kirche Albstadt will sich in Zukunft verstärkt gegen Antisemitismus und für einen jüdisch-christlichen Dialog einsetzen – und trifft damit einen Nerv der Zeit.

Albstadt-Ebingen. Walther Seiler und seine Frau Monika begleiten seit einigen Jahren Reisegruppen nach Israel und pflegen auch persönlich Freundschaften zu Menschen in der Region. "Bei der Beschäftigung mit meiner eigenen Familiengeschichte wurde mir deutlich, dass wir die besondere Rolle, die Deutschland gegenüber den Juden und damit auch gegenüber dem Staat Israel hat, eine aktive Auseinandersetzung mit dem jüdisch-christlichen Verhältnis, aber auch mit den deutsch-israelischen Beziehungen brauchen", umschreibt Seiler die Motivation für sein Engagement.

Den Auftakt einer Reihe bildet ein Vortrag, den Seiler zusammen mit seiner Frau Monika veranstaltet. "Israel verstehen lernen – Informationen und Hintergründe über den Staat Israel und das Judentum" lautet der Titel der Veranstaltung, die am Mittwoch, 17. Oktober, um 19.30 Uhr in der Friedenskirche Meßstetten und am Mittwoch, 24. Oktober, um 20 Uhr in der Pauluskirche Albstadt angeboten wird.

Die Besucher erwartet ein Blick in die Geschichte des Staates Israel, Erklärungen zu den aktuellen Konflikten im Nahen Osten und Informationen über Begegnungen mit den Menschen im Land. Außerdem werden Seilers einen Überblick über die geplante Israel-Jordanienstudienreise im März 2019 geben.

Ein weiterer Schwerpunkt des Engagements für den christlich-jüdischen Dialog folgt im November mit einem Studientag in der Synagoge in Köln. Seiler hat seine Beziehungen genutzt und den dortigen Rabbiner Yechiel Brukner für eine Fachfortbildung für methodistische Theologen in der Region gewonnen. Diesen Teilnehmerkreis begleitet Seiler im Januar 2019 zu einer Weiterbildungsreise nach Israel.

Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für eine ganz besondere Veranstaltungsreihe im nächsten Jahr: Vom 15. bis 18. Juli 2019 ist die Evangelisch-methodistische Kirche Veranstalter einer sogenannten Tora-Lernwoche. Die auf Initiative des Denkendorfer Kreises für jüdisch-christlichen Dialog vor über 40 Jahren entstanden Lernwochen ermöglichen es Christen, angeleitet von einem jüdischen Lehrer, die Bibel zu lesen. Im Mittelpunkt stehen die fünf Bücher Mose, aber auch prophetische Texte und Weisheitsliteratur. Diese Veranstaltungswoche bindet verschiedene ökumenische Partner als Mitveranstalter ein.

Pastor Seiler sieht den Veranstaltungen erwartungsfroh entgegen: "Eigentlich kann uns nichts Besseres passieren als gemeinsam nach den Wurzeln unseres Glaubens zu suchen und in der direkten Begegnung mit Juden so auch möglich Vorurteile abzubauen", betont er. Geplant sind in diesem Zeitraum auch Veranstaltungen unter anderem an Schulen und in der Begegnung mit Politikern der Region.

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