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Albstadt Viel Arbeit lastet auf verhältnismäßig wenigen Schultern

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Vorsitzender Guido Voss (rechs) ehrte viele Mitglieder beim LSV Degerfeld. Foto: Rath Foto: Schwarzwälder Bote

Albstadt-Tailfingen. Bau einer Kleinkläranlage, Dachsanierung am Gaststättengebäude und neue Versorgungsleitungen sowie ein neues Doppelsitzer-Segelflugzeug für den Ausbildungs- und Trainingsbetrieb: Der Luftsportverein (LSV) Degerfeld steht vor einem Jahr voller Investitionen. Die Weichen dafür haben die Mitglieder in der Hauptversammlung gestellt.

Der Haushaltsplan 2019 wurde einstimmig verabschiedet. Die Reserven, die der LSV über Jahre für diese Vorhaben angespart hat sollen aufgelöst werden.

Die baurechtlichen Freigaben liegen vor, so der Platz- und Hallenwart Peter Fischer: "Wir können anfangen."

"Wir investieren relativ viel in Infrastruktur, Flugzeugpark und Instrumentierung unserer Maschinen", ergänzte der Vorsitzende Guido Voss. Bei der Planung der Bauvorhaben fühle sich der Verein von der Stadt Albstadt gut begleitet und unterstützt.

Ein Problem sei noch, dass vergleichsweise viel Arbeit auf verhältnismäßig wenigen Schultern laste. Ein neues Dienstkonzept soll Abhilfe schaffen. Bei den Bauarbeiten seien auch Eigenleistungen der Mitglieder eingeplant.

Dass der LSV gut unterwegs ist, zeigten die Berichte der Führungsmannschaft. Ausbildungsleiter Martin Schick vermeldete 20 Flugschüler (plus sieben), von denen sechs kurz vor dem Scheinerhalt ständen. Zwei Schüler werden im Motorflug ausgebildet.

Voriges Jahr gab es acht neue Berechtigungen, etwa für Segelkunstflug. Die 20 ehrenamtlichen Fluglehrer im Verein absolvierten mit ihren Zöglingen im vorigen Jahr rund 1650 Starts und Landungen sowie 450 Flugstunden.

Werkstattleiterin Ines Pfabe erklärte, die Wartungsmannschaft habe ein arbeitsreiches Jahr hinter sich. Es sei gelungen, das Werkstattpersonal zu verjüngen und über den Landesverband weitere Technikwarte auszubilden. Mehrere Flugzeuge seien modernisiert worden.

Auch die Vereinsjugend packe an, berichtete deren Leiter Tom Ebert. Sie engagiere sich beim Bau einer Hütte am Grillplatz, der Renovierung des Schulungsraums und des Dach der Garagen. Laut Kassierer Kai Gminder hat der LSV 254 Mitglieder. Er gehört damit zu den großen seiner Art in Baden-Württemberg. Die Investitionen seien vorsichtig kalkuliert und böten noch Reserven für Unvorhergesehenes.

Das Flugplatzfest findet dieses Jahr am 24. und 25. August statt. Hauptattraktion ist die tschechische Kunstflugformation "Red Bull Aerobatics Team" mit vier Maschinen. Für 60 Jahre aktive Mitgliedschaft zeichnete der Vorsitzende Voss eine Reihe von Mitgliedern aus: Dieter Beck, Horst Gonser, Helmut Röhm und Hans Schick. Seit 50 Jahren Flieger sind Günter Horn, Thomas Lindner, Axel Hackh und Hans-Joachim Knels.

Dieter Beck vom Präsidium des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbands zeichnete Hans-Joachim Knels aus. Dieser ist seit 37 Jahren ehrenamtlicher Fluglehrer. Dafür erhielt er die Goldene Fluglehrer-Ehrennadel der Dachverbände DAeC und BWLV. Verabschiedet wurden die Warte der Motorflugzeuge des Verins, Herbert Mürdter, Norbert Blab und Hans-Joachim Knels.

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