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Albstadt "Versklavung von Wildtieren ist unvertretbar"

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Mahnwache vor dem Circus Belly Wien: Die Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz will die Zirkusbesucher zum Nachdenken anregen. Foto: Eyrich Foto: Schwarzwälder-Bote

Eine Mahnwache haben Aktivisten der Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz vor dem Circus Belly Wien gehalten, der zurzeit auf Langenwand gastiert. Sie protestieren damit gegen den Einsatz von Wildtieren.

Albstadt-Tailfingen. "Für die Tiere ist uns kein Weg zu weit", sagen sie: Die Aktivisten der Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz , die vor der ersten Vorstellung auf dem Platz vor dem Cicus Belly Wien eine Mahnwache abgehalten haben, kommen größtenteils nicht aus dem Zollernalbkreis. Dennoch wollen sie auch beim Gastspiel in Tailfingen deutlich machen, was sie davon halten, dass der Zirkus Wildtiere mit sich führt und auftreten lässt, etwa Kamele und Elefanten – darunter sogar Wildfänge, wie Thomas Mosmann, der Landesvorsitzende der Allianz, erklärt. "Solche Tiere kann man in einem Wanderzirkus nicht artgerecht halten", betont er, "und das Herumkutschieren tut ihnen auch nicht gut."

Was Mosmann und seine Mitstreiter erreichen wollen, sind Verbote von Auftritten mit Wildtieren, für die es keinerlei Rechtfertigung gebe, denn ein moderner Zirkus komme ohne die "Versklavung von Wildtieren" aus. Sie zum Zweck des Gelderwerbs gefangen zu halten, zu dressieren und zum Vergnügen in der Manege vorzuführen", sei ethisch nicht vertretbar. "In über 80 Städten gilt bereits ein kommunales Verbot, und im Bundesrat gab es schon drei Anläufe für ein bundesweites Verbot." Sie seien allerdings immer im Bundestag gescheitert. 16 europäische Länder hätten derlei Auftritte ebenfalls untersagt, so Mosmann. Das sei einer der Gründe, warum der Circus Belly Wien nun in Albstadt sei – ein Gastspiel in den Beneluxstaaten habe wegen eines Verbots abgesagt werden müssen.

"Es geht auch anders", meint Mosmann, "wie das Beispiel des Circus Roncalli zeigt: Sie hatten früher auch Wildtier-Nummern", inzwischen ließen sie allerdings nur noch Haustiere auftreten, und ab 2018 wolle Roncalli ganz auf den Einsatz von Tieren verzichten.

Damit auch das Publikum dieses Anliegen unterstützt, stehen Mosmann und seine Mitstreiter in der Kälte auf dem Berg und zeigen ihre Transparente. ""Zirkus macht Spaß...", steht auf einem, "aber nur wenn niemand leidet." Mosmann betont: "Wir wollen die Leute zum Nachdenken animieren, weil sie mit ihrem Geld Tierquälerei unterstützen.

Zur Bundestagswahl im Herbst wolle die Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz erstmals antreten, erklärt Mosmann. "Vor einer Woche hat sich auch in Sigmaringen ein Kreisverband gegründet." Zur Kandidatin für den Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen wurde Gabriele Wonisch gekürt.

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