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Albstadt Vandalen wüten rund um Martinskirche

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Das Südportal der Martinskirche ist bereits seit Jahren Schauplatz nächtlicher "Saufgelage". Die Stahlketten an den Gittertoren zu den Emporen sollen erneute Randale und Zündeleien vorbeugen. Foto: Merk

Albstadt-Ebingen - In der Ebinger Martinskirche und ihrem Garten wird bereits seit mehreren Jahren immer wieder randaliert. Nachdem dort im Januar sogar mehrere kleine Feuer gelegt wurden, berät sich der Kirchengemeinderat nun mit der Balinger Kriminalpolizei.

Glasscherben von zerbrochenen Bierflaschen pflastern den Boden am Südportal, Stahlketten verriegeln die schweren Gittertore, die den Zugang von Außen zu den Emporen verhindern sollen. Eine Blutspur im Schnee zieht sich von der Treppe um das Gebäude hinüber zur Nische auf der Westseite, wo sich diese zu einer größeren Pfütze sammelt. Ein Blick in das dort am Gebäude angebrachte Wasserbecken zeigt eine Ansammlung von Verpackungsmüll und alten Zigarettenkippen.

Das ist das Bild, dass sich Besuchern momentan offenbart, wenn sie zur Ebinger Martinskirche gehen – "und leider ist das kein Ausnahmezustand", wie Kirchengemeinderatsvorsitzender Klaus Backhaus berichtet. In und um die Ebinger Martinskirche seien schon unzählige Male Dinge zerstört oder gar entwendet worden, wie er im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten erzählt: Da seien beispielsweise die zerbrochene Fensterscheibe in der Nische beim Osteingang, deren Schaden sich auf gut 2500 Euro beläuft, die Opferbüchsen neben den Eingängen, die bereits zwei Mal aus den Wänden gerissen wurden, die Altarleuchter im Wert von 1000 Euro, die vor zirka zwei Jahren gestohlen wurden sowie einige Bibeln aus der alten Sakristei – "die haben hoffentlich wenigstens etwas Gutes bewirkt!", scherzt Backhaus trotz seiner Frustration über die Diebstähle und Schäden.

Im Januar wurden im Treppenhaus mehrere kleine Feuer gelegt

Im Januar dieses Jahres seien die Randale jedoch völlig ausgeufert: Dass das Südportal der Martinskirche des Öfteren mal für "Parties und Saufgelage" genutzt wird, sei ihm und den anderen Kirchengemeinderatsmitgliedern natürlich nicht unbekannt, so Backhaus. Immerhin hätten die Feierwütigen in den vergangenen zehn bis 15 Jahren häufig Wände und Türen auf dieser Seite mit Graffitis beschmiert und Müll sowie sonstige Hinterlassenschaften zurückgelassen. Aus diesem Grund seien auch im Jahr 2015 die beiden Gittertore an den Außen-Zugängen zu den Emporen angebracht worden, um wenigstens diese Bereiche zu schützen. Die Kosten für diese Tore beliefen sich damals auf rund 10.000 Euro.

Von diesen hätten sich die motivierten Vandalen jedoch nicht abhalten lassen: Die Gittertore seien mehrfach mit Gewalt aufgebrochen worden, sodass die Türschlösser inzwischen völlig zerstört sind. In der vergangenen Silvesternacht wurden dort sogar Feuerwerkskörper gezündet. Einige Wochen später wurden im Treppenhaus und an der Tür zur Empore dann mehrere kleine Feuer gelegt, die durch Zufall glücklicherweise schnell bemerkt und gelöscht werden konnten, wie Backhaus berichtet.

All diese Beschädigungen frustrieren Backhaus und die anderen Kirchengemeinderatsmitglieder: "Vor allem weil wir gerade Spenden für die dringend nötige Außenrenovierung der Martinskirche sammeln. Und dann kommen solche Tiefschläge, die viel Geld kosten, unsere Zeit in Anspruch nehmen und uns manchmal verzweifeln lassen. Wer macht sowas? Was will man damit erreichen?", fragt sich Backhaus verärgert.

Gleichzeitig kündigt er aber an, dass sich der Kirchengemeinderat davon nicht unterkriegen lasse: "Wir werden frohgemut weiter machen und haben uns außerdem bereits Rat von der Balinger Kriminalpolizei eingeholt. Jetzt überlegen wir, welche ihrer Tipps wir an der Martinskirche umsetzen können und wollen."

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