Betrüger aus der Türkei haben eine Rentnerin aus Albstadt um mehr als 1000 Euro erleichtert. Foto: sb-Archiv

Rentnerin aus Albstadt fällt auf Betrüger herein: Angeblich Auto in der Türkei gewonnen.

Albstadt - Wieder einmal hat ein Betrüger ein Opfer im Raum Albstadt mit dem Versprechen auf einen Gewinn abkassiert. Die Masche ist nicht neu und eigentlich sollte die Methode, vor dem regelmäßig in den Medien gewarnt wird, zwischenzeitlich hinreichend bekannt sein. Trotzdem fallen nach wie vor viele gutgläubige, meist ältere Menschen auf die wortgewandten Betrüger herein, die mit immer ausgefeilteren Methoden arbeiten.
So auch eine 76-jährige Rentnerin aus dem Raum Albstadt. Ende Oktober erhielt sie den Anruf einer Frau aus der Türkei. In dem Telefonat wurde ihr mitgeteilt, dass sie eine Nobelkarosse im Wert von 45.000 Euro gewonnen hätte. Sie wäre in der türkischen Lotterie als Gewinnerin gezogen worden. Für die Überführungskosten des Fahrzeugs müsse sie jedoch zur Hälfte aufkommen.

 

Mehr als 1000 Euro ins Ausland überwiesen

Obwohl hier laut Polizei bereits die "Alarmglocken" hätten läuten müssen, transferierte die Betrogene knapp 600 Euro in die Türkei. Doch damit nicht genug: Anfang November meldete sich die Anruferin erneut bei der Geschädigten und kündigte ein weiteres Telefonat an, weil es angeblich beim Zoll in Salzburg Schwierigkeiten gäbe. Tatsächlich meldete sich kurz darauf ein Herr und erklärte ihr, dass für Zoll- und sonstige Umschreibemodalitäten eine weitere Zahlung über 700 Euro notwendig wäre. 

Letztendlich überwies die 76-Jährige noch einmal knapp 500 Euro in die Türkei. Der Kontakt brach dann abrupt ab, nachdem der Geschädigten auch noch ein Unfall in Bayern mit dem Autotransporter vorgegaukelt worden war. Erst daraufhin erstattete die Betrogene Anzeige bei der Albstädter Polizei.     

Das ins Ausland transferierte Geld ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr rückholbar. Die Ermittlungen nach den Hintermännern, die vermutlich im Ausland sitzen, gestalten sich schwierig.
Obwohl die angeblichen Gewinner teilweise überhaupt nicht an Spielen und Verlosungen teilgenommen haben, erliegen offenbar doch immer wieder Einzelne dem Reiz des schnellen Geldes.

Um sich vor unnötigem Ärger zu schützen, rät die Polizei folgendes:

- Ignorieren Sie grundsätzlich Gewinnbenachrichtigungen, wenn Sie nicht an einer entsprechenden Lotterie teilgenommen haben,

- Besondere Vorsicht ist immer dann angebracht, wenn finanzielle Vorleistungen gefordert werden, tätigen Sie auf keinen Fall Geldtransaktionen,

- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, falls Sie durch diese Machenschaften bereits zu Schaden gekommen sind!