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Albstadt Traumreisen mit Gänsehautfaktor

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Die Stadtkapelle Tailfingen nimmt die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise. Fotos: Frank Foto: Schwarzwälder Bote

Zu Odysseus und E.T., ins Weltall und ans Kap Horn haben die Stadtkapelle Tailfingen und ihr Dirigent Alain Wozniak die Zuhörer an einem Konzertabend der Extraklasse mitgenommen.

Albstadt-Tailfingen. Auf eine mitreißende und zugleich träumerische Reise hat die Stadtkapelle Tailfingen ihre Zuhörer beim Frühjahreskonzert im Thalia Theater mitgenommen, unter der Stabführung von Musikdirektor Alain Wozniak entflohen die Musiker und ihre Zuhörer dem nass-kalten Wetter für ein paar Stunden.

Traditionell eröffnete das Jugendorchester die Reise "durch die Welt der Noten und Töne", wie es Sabrina Neumann beschrieb, die gekonnt durch den Konzertabend führte. "Little Voyage" – kleine Reise von Brian Connery, ließ den Reiseantritt frisch, spontan und fröhlich beginnen. Unterstützt wurde das Jugendorchester von den Musikern der Jugendkapelle II, die mit diesem Auftritt ihre gelungenen Premiere feierten.

Vorsitzender Alexander Beck schlug die Brücke zu den Weiten des Weltalls, in das die Zuhörer mit der "Apollo" flogen, ehe die Jugendkapelle den ersten Teil der Reise mit einer abenteuerlichen Bootsfahrt beendete: Mit "Into the Rapids" von David Shaffer und seiner Kombination aus Rhythmus und Harmonien gelang der Jugendkapelle ein grandioser Konzertstart, was das Publikum mit tosendem Applaus kommentierte. Bei der Zugabe überraschte der Dirigent, indem er selbst zu den Drumsticks griff und die Jugendkapelle zu lateinamerikanischen Klängen auf der Kuhglocke begleitete.

Abenteuerlich ging es mit dem Großen Blasorchester im "Orient Express" von Philipp Sparke weiter. Durch das exzellente Zusammenwirken aller Instrumentengruppen gelang es dem Orchester, die Vorstellungskraft des Publikums anzuregen und das Bild einer Fahrt im Luxuszug quer durch Europa entstehen zu lassen. Ein Sprung von Europa direkt nach Südamerika? Kaum vorstellbar und dennoch möglich: Oboen-Solistin Gayle Meintel bescherte den Zuhörern mit der wunderschönen Melodie aus "Gabriels Oboe" von Ennio Morricone, komponiert für den Film "Mission", für Gänsehautmomente.

Mit der außergewöhnlichen Komposition "E.T." von John Williams schickte das Orchester den kleinen Außerirdischen auf eine Reise zur Erde – damit zeigte die Stadtkapelle ihr großes musikalisches Können und hervorragendes Zusammenspiel, souverän und scheinbar spielerisch leicht über sämtliche Tonarten und Taktwechsel hinweg.

Solist Jörg Burkhard begab sich mit seinem Horn und dem Orchester auf eine Schifffahrt um Kap Horn: Mit "Cape Horn" von Otto M. Schwarz schilderten Jörg Burkhard und seine Musikerkollegen eine Fahrt voller Schönheit und Gefahren. Mit "The Winds of Poseidon" von Robert W. Smith erinnerte die Stadtkapelle an die Reise des schiffbrüchigen Kriegers Odysseus, wecke mit Hilfe eines großen Metallschildes das Gefühl, mitten im Gewitter zu sitzen, und der Gesang der Musikerinnen ließ die Zuhörer nachvollziehen, warum die Seeleute sich einst von den Syrenen in den Tod locken ließen.

Wer bis dahin geglaubt hatte, eine Steigerung sei nicht mehr möglich, wurde mit dem letzten Stück "The Ghost Ship" von José Albert Pina eines Besseren belehrt: Das Orchester lenkte die Zuhörer geschickt durch die Kabinen des Geisterschiffs und erzeugte mit seinem Zusammenspiel und der eingespielten Geräuschkulisse eine schauderhaft schöne Geisterstimmung im Thalia Theater.

Dass die Zuhörer mehr als begeistert waren, zeigten sie mit stehendem Beifall und minutenlangem Applaus, was ihnen eine Zugabe bescherte.

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