Eigentlich lauschig, aber "ungepflegt": Der Traube-Platz war Thema am Ortschaftstag.Foto: Eyrich Foto: Schwarzwälder Bote

Ortschaftstag: Quartiersfragen dominieren Diskussion / Hartplatz soll saniert werden

Der geplante Wohn- und Geschäftshaus auf dem Ammann & Drescher-Areal war das beherrschende Thema beim Ortschaftstag in Onstmettingen – zeitlich. Inhaltlich stand weit mehr auf der Agenda.

Albstadt-Onstmettingen. Warum der Ortsrundgang vor Beginn der öffentlichen Ortschaftsratssitzung nichtöffentlich war beim Onstmettinger Ortschaftstag, erklärte Ortsvorsteher Siegfried Schott in der Festhalle, wo neben den Dezernenten Klaus Konzelmann, Udo Hollauer und Steve Mall knapp 20 Zuhörer zu Gast waren: "Wir wollten keine falschen Hoffnungen wecken", sagte Schott mit Blick auf jene Projekte, die noch nicht in trockenen Tüchern sind.

Die Sanierung des 1963 gebauten Hartplatzes zum Beispiel, der nur ein mal – 1990 – saniert worden war, wenngleich das alle 15 bis 20 Jahre erforderlich sei, so Schott. Um so einfacher sei nun die Finanzierung der Sanierung, für welche die Verwaltung bereits konkrete Angebote eingeholt habe, Mit den zuständigen Ämtern und dem Fußballclub Onstmettingen sei aber noch nichts Konkretes besprochen, sagt Schott. Warum dann ein Ortsbegang dorthin? "Wir wollten den Ortschaftsräten mal zeigen, in welch katastrophalem Zustand der Platz ist."

Nicht katastrophal, aber "ungepflegt" seit der Platz vor dem ehemaligen Gasthaus Traube, hatten Anlieger beklagt. "Es ist einer der schönsten Plätze im Stadtteil, wird aber gar nicht genutzt", sagte Schott, und ihn regelmäßig zu pflegen übersteige die Kapazitäten des Betriebsamtes. Die "Traube" sei seit über einem Jahr verkauft, und der letzte Sachstand – vor einem halben Jahr – sei gewesen, dass der Käufer dort wieder einen Gastronomiebetrieb einrichten wollte, berichtete der Ortsvorsteher. Ebenfalls noch unklar sei, ob der neue Besitzer des alten Fabrikgebäudes im Norden des Platzes nun Wohnungen dort einrichten wolle. "So lange wir nicht wissen, wie es mit den beiden Immobilien weitergeht, macht eine Planung für den Platz keinen Sinn", betonte Schott.

Zeitlich den größten Teil der Sitzung nahm das Thema Wohn- und Geschäftshaus auf dem Ammann & Drescher-Areal ein. Ein Anwohner fragte nach der weiteren Vorgehensweise und ob die Verwaltung eigentlich daran denke, mal den Dialog mit den Anwohnern zu suchen. L

aut Siegfried Schott ist durch eine Normenkontrollklage eine Verzögerung entstanden und der Gemeinderat muss in seiner Juli-Sitzung über einen neuen Bebauungsplan abstimmen.

Durch Elterntaxis wächst der Verkehr rund um die Schwabstraße mehr und mehr

Den wachsenden Autoverkehr durch "Elterntaxis" hatte der Anwohner auf einem Video dokumentiert und das den Stadträten geschickt und fragte nun, was die Stadt zur Entlastung der Anwohner zu tun gedenke. Oberbürgermeister Klaus Konzelmann betonte, weder er noch seine Bürgermeisterkollegen Udo Hollauer und Steve Mall hätten das Video erhalten, Siegfried Schott verwies darauf, dass Elternverkehr an jeder Schule herrsche. Und was das Wohn- und Geschäftshaus – geplant ist darin ein Diskounter-Markt – an Verkehr mit sich bringe, müsse man dann sehen.

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