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Albstadt Stadt räumt Biberbau aus

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Im Kanal haben Mitarbeiter der Stadt den Biber entdeckt. Foto: Eyrich/Moessle

Albstadt-Onstmettingen - Gern ging er nicht, aber er ging: Der Onstmettinger Biber hat am Montag gezwungenermaßen seine Behausung in einem Regenwasserkanal geräumt, der am südlichen Ortsausgang in die Schmiecha mündet.

Der Bau, den er sich am Kanalende geschaffen hatte, wurde von Mitarbeitern des Albstädter Bauhofs ausgeräumt und eine Abzweigung, die vom Regenwasserkanal nordwärts in die Borsigstraße führte, so blockiert, dass das Tier nicht ins Kanalnetz entweichen konnte. Es blieb ihm also nur der Fluchtweg zur Schmiecha, als es "Wasser marsch" hieß und sich aus einem Kanalspülwagen der erste Schwall in den von Gestrüpp, Zweigen und Ästen verstopften Kanal ergoss.

Allerdings erwies sich der Biber als hartnäckiger als gedacht: Wie die Bauhofmitarbeiter bei einem Blick in den Kontrollschacht feststellten, war er nach der ersten Spülung immer noch da. Worauf die Räummannschaft ihrer Forderung, auszuziehen, Nachdruck verlieh: Sie öffnete den Biberdamm teilweise, um den Wasserpegel der aufgestauten Schmiecha abzusenken, und spülte das Kanalrohr erneut – diesmal mit höherem Druck.

Mit Gitterkorb verschlossen

Jetzt wurde es dem Biber doch zuviel – er suchte das Weite und verschwand in der Schmiecha. Anschließend wurde der Kanaleinfluss mit einem Gitterkorb verschlossen, sodass der Biber nicht mehr zurückkehren kann.

Das muss er auch nicht. Laut Heinz-Dieter Wagner, dem Biber-Experten im Zol­lernalbkreis, war der Bau im Kanal auf der rechten Schmiechaseite nur einer von mehreren an der oberen Schmiecha – auf der linken Bachseite gibt es noch einen Regenwasserkanal, der problemlos vom Biber bewohnt werden kann, da er nicht mehr als Abfluss genutzt wird.

Der rechtsseitige Kanal dagegen ist nach wie vor in Gebrauch, und deshalb durfte der Biber nicht bleiben: Die Biomasse, die er im Kanal angehäuft hatte, drohte diesen unpassierbar zu machen. Zwar konnten normale Niederschlagsmengen abfließen; hätte es aber Sturzbäche geregnet, dann wären möglicherweise in der Borsigstraße die Kanaldeckel hochgedrückt worden. Die Anwohner hätten sich bedankt.

Ihre Redaktion vor Ort Albstadt

Karina Eyrich

Fax: 07431 9364-51

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