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Albstadt Sogar München zeigt Interesse

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Software-Entwickler Kevin Sieger (links) und Tim Maier, einer der Geschäftsführer, wollen Gastronomiebetrieben der Region in Zeiten der Corona-Pandemie helfen.Foto: Sieger Foto: Schwarzwälder Bote

Albstadts Wirtschaften und Restaurants sind geschlossen; als einzige Geschäftsoption bleibt die Lieferung ins Haus – ein Novum für so manchen Wirt. Ein Ebinger Software-Startup bietet der Gastronomie Hilfe bei der Organisation an.

Albstadt -Ebingen (mak). Software für den hungrigen Pizzaliebhaber gibt es längst –­ er ruft die Internetseite auf und kann dann zwischen unterschiedlichen regionalen To-go-Angeboten wählen. Gastronomische Betriebe, die sich auf einer solchen Seite präsentieren, schwimmen im mächtigen Strom der deutschen Gastronomie mit: Über die Stationen Bundesland, Landkreis und Gemeinde führt der Weg zur Aufstellung aller gelisteten Betriebe, die am fraglichen Ort Kebab, Pizza oder Gutbürgerliches offerieren. Man befindet sich dort als Gastronom in guter Gesellschaft der Kollegen und beteiligt das Portal zudem mit einem bestimmten Prozentsatz am eigenen Geschäft.

Geld verdienen will der Ebinger Softwarehersteller "Brand Boosting" auch mit seiner Software "Delivery Boosting" – aber wie Software-Entwickler Kevin Sieger darlegt, unterscheidet sich das Angebot in zweierlei Hinsicht. Zum einen ist es für Gastronomen bestimmt, die Stammkundschaft besitzen, also davon ausgehen können, dass sie Besuch erhielten, wenn sie öffnen könnten, und dass darbende Feinschmecker sich nach ihrem Essen sehnen und keinem anderen. Diese Feinschmecker finden nun, sobald eine Internetseit mit "Delivery Boosting" nachgerüstet wurde, die entsprechende Bestellmaske vor und können dort ihre Bestellung aufgeben – mit Extra-Wünschen wie "Besonders scharf" oder "Ohne Bohnen".

Der zweite Unterschied zwischen den marktgängigen Angeboten und "Delivery Boosting" betrifft den Preis. "Brand Boosting" verlangt keine prozentuale Geschäftsbeteiligung, sondern berechnet derzeit 25 Euro monatlich für Software und Installation – laut Kevin Sieger ist das ein Selbstkostenpreis, und das Ganze nennt sich "Covid-19-Angebot". Drei Monate soll es gelten; danach sieht man weiter. Kommt es an? Laut Sieger sind seit Ende vergangener Woche zehn Anfragen aus der Region eingegangen; mit drei Unternehmen stehe man in aussichtsreichen Verhandlungen oder installiere schon.

Und dann ist da noch ein spezieller Kunde in spe: Ein Münchner Fine-Dining-Restaurant, das französische Gourmetküche anbietet, hat Sieger zufolge lebhaftes Interesse an der Software angemeldet. Für die Münchner ist der Lieferservice offenbar Neuland; derzeit, weiß Sieger, seien sie noch mit der Basisinfrastruktur und der Umstellung der Menükarte auf transportable Ware beschäftigt. Danach will man sich um die Software kümmern. Wer weiß, vielleicht bringt ein Ebinger Startup es noch zum weiß-blauen Marktführer.

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