Theo Haug ist mit 90 Jahren körperlich wie geistig fit. Foto: Schwarzwälder Bote

Jubiläum: Theo Haug ist vor 90 Jahren geboren / Ehrenvorsitzender im Verein

Albstadt-Tailfingen. Das Leben von Theo Haug war geprägt von Schäferhunden und dem Hundesport. Er war ein begeisterter Züchter und lange Zeit Vereinsvorsitzender. Heute feiert er seinen 90. Geburtstag.

"Ich bin mit meinen 90 Jahren zufrieden, mache meinen Haushalt und den großen Garten noch selbstständig", sagt der Jubilar.

Theo Haug ist mit vier Geschwistern in Truchtelfingen aufgewachsen. Nach der Schulzeit folgte eine Schuhmacherlehre bei Schuhmacher Moser in Ebingen. Nachdem er 1954 seine Meisterprüfung abgelegt hatte, eröffnete er seine Schuhmacher-Werkstatt in der Hechinger Straße in Tailfingen.

1970 ging Theo Haug als Fahrer zur AOK. 25 Jahre lang, bis zu seinem Ruhestand, war Haug in ganz Süddeutschland mit AOK-Versicherten unterwegs. "In dieser Zeit bin ich 1,5 Millionen Kilometer gefahren", erzählt er.

1954 heiratete Theo Haug Elfriede Ratzel. Doch in den Jahren seither hatte er einige Schicksalschläge zu verkraften. Seine erste Frau starb 1982. Das Ehepaar hatte drei Söhne, einer von ihnen verunglückte im Jahr 1985 tödlich. Seine zweite Ehefrau Ilse Schaudt starb vor einem Jahrzehnt; seine spätere Lebensgefährtin Carola Kaufmann vor fünf Jahren.

Dennoch gab es auch schöne Jahre: Haug erfreut sich an seinen fünf Enkel. Beim Bau des Eigenheims in den 1970er-Jahren auf dem Lammerberg erledigte er alle Maurerarbeiten selbstständig. Dem Musikverein Truchtelfingen trat Theo Haug als Jugendlicher bei und spielte dort 30 Jahre lang Posaune.

Doch seine größte Leidenschaft war immer der Hundesport. Schon 1954 hatte er seinen ersten Schäferhund. 1961 trat er dem Tailfinger Verein für Deutsche Schäferhunde bei, wo er Ehrenmitglied ist, und war ab 1985 ganze 20 Jahre lang Vereinsvorsitzender. Sieben Jahre lang züchtete Theo Haug selbst Schäferhunde, nahm erfolgreich an vielen Wettkämpfen teil, gewann zahlreiche Pokale und dreimal die Kreismeisterschaft. Überhaupt ist der Jubilar ein geselliger Mensch, sucht stets den Kontakt und geht mehrmals wöchentlich zum Stammtisch beim Schäferhundeverein und zur Fohlenweide.­ Deshalb hofft er, dass das bald wieder möglich ist: "Diese Treffen fehlen mir seit Corona, die Zusammenkünfte vermisse ich sehr."