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Albstadt RP sagt "Nein" zu Waldäcker

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Das Waldäcker-Areal lehnt das Regierungspräsidium Tübingen als Standort für eine Traufgängehütte ab.Archiv-Foto: Kistner Foto: Schwarzwälder Bote

Die Stadt Albstadt darf an den von ihr favorisierten Standorten im Außenbereich Traufgänge-Hütten genehmigen – mit einer entscheidenden Ausnahme: Den Standort "Waldäcker" am Ortseingang von Burgfelden lehnt das Tübinger Regierungspräsidium ab.

Albstadt. In der Pressemitteilung, in der das Regierungspräsidium den Abschluss des sogenannten Zielabweichungsverfahrens bekannt gibt, äußert es sich zu Burgfelden wie folgt: Das Profil der Hütte, die Jürgen Maier im Gewann Waldäcker bauen möchte, gehe über das für die Zielgruppe Wanderer und Freizeitsportler Erforderliche weit hinaus. Der Standort sei "naturschutzfachlich und naturräumlich ungeeignet" und auch touristisch nicht attraktiv. Mit einer maximal dimensionierten Traufgänge-Hütte mit langen Öffnungszeiten und Veranstaltungen sei weder den strukturellen Erfordernissen der Tourismusförderung noch dem Stadtteil Burgfelden gedient: Für reinen Wandertourismus bedürfe es keiner Gastwirtschaft mit größerem Platzangebot und langen Öffnungszeiten; für eine Gastronomie, die Hochzeiten, Familienfeste und Weihnachtsfeiern bestreite, sei Waldäcker ungeeignet.

Das Regierungspräsidium stufe den Standort – auch vor dem Hintergrund des Übernachtungs- und Traufgänge-Hüttenkonzepts – als "raumordnerisch nicht vertretbar" ein und lasse die beantragte Abweichung von den entgegenstehenden raumordnerischen Zielen daher nicht zu.

Den anderen Standortwünschen der Stadt Albstadt hat das Regierungspräsidium dagegen entsprochen: Auf dem Gelände der Laufener "Traufganghütte Brunnental", im Ochsenhaus in Margrethausen, am Konversionsstandort Burg und auf dem Onstmettinger Zollersteighof darf übernachtet werden, und auch mit dem Bau neuer Traufgänge-Hütten im Onstmettinger Gewann Auf Stocken und am westlichen Ortsausgang von Pfeffingen sind die Tübinger einverstanden.

Das Albstädter Traufgänge-Hüttenkonzept, heißt es in ihrer Stellungnahme, fuße auf weitreichenden Analysen für eine passgenaue Entwicklung des Traufgänge-Tourismus und ziele darauf ab, die Wandergäste in Gebiete und auf Wege zu lotsen, die bereits jetzt stark frequentiert und für die Entwicklung einer touristischen Infrastruktur geeignet seien – abseits gelegene Zonen würden auf diese Weise geschont.

Da einige Übernachtungs- und Hütten-Standorte im Landschaftsschutzgebiet liegen, so die Pressemitteilung, sei die Zielabweichung gegebenenfalls mit Abweichung von der Schutzgebietsverordnung verbunden. Das Regierungspräsidium verweist ferner darauf, dass, wenn denn eines Tages gebaut werde, die kommunale Bauleitplanung die Einbindung der Traufgänge-Hütten ins Landschaftsbild berücksichtigen müsse.

Wie wird die Stadt Albstadt auf diesen Bescheid reagieren? Dazu mochte sich Baubürgermeister Udo Hollauer am Freitagmorgen noch nicht äußern: Er habe das Gutachten aus Tübingen am Donnerstagnachmittag kurz vor Beginn der Gemeinderatssitzung auf den Tisch bekommen, und, da das Konvolut 101 Seiten dick sei, noch keine Zeit gehabt, es zu lesen. Die Stadt werde die Argumente aber prüfen und behalte sich vor, eine Verwaltungsklage in Sigmaringen gegen die Entscheidung einzulegen. Sie hat dafür vier Wochen Zeit.

Weitere Informationen: https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpt/Abt2/Ref21/RVO-ZAV/Seiten/default.aspx

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