Feuerwehr: Positive Bilanz der Gesamtwehr Albstadt / Stabile Entwicklung entgegen des bundesweiten Trends
Bei der Hauptversammlung der Albstädter Gesamtfeuerwehr hat das Kommando eine positive Bilanz gezogen. Hervorgehoben wurde die sehr gute Jugendarbeit.
Albstadt-Laufen. Der Besuch der Hauptversammlung der Albstädter Gesamtfeuerwehr lag deutlich über den Vorjahren. Stadtbrandmeister Michael Adam übermittelte in seinem Jahresbericht positive Zahlen. Die Albstädter Feuerwehr halte in seiner zwölfjährigen Dienstzeit entgegen des bundesweiten Trends ihre stabile Entwicklung. Die Gesamtwehr hat aktuell 467 – Vorjahr 474 – Angehörige, darunter 289 Aktive. In deren Reihen sind 13 Frauen. Neun Übernahmen aus der Jugend und ebenso vielen Neueintritten stehen 16 Austritte gegenüber. Adam nannte als Grund dafür, dass Studenten nach ihrem Studium wieder wegzögen. Die erfreulichen Zahlen seien auf eine sehr gute Jugendarbeit in den Abteilungen zurückzuführen. Die aktive Wehr hat einen Altersdurschnitt von rund 36 Jahren.
In den Abteilungen gibt es 145 – Vorjahr 152 – Atemschutzgeräteträger, 61 Personen haben den Führerschein C/CE. Das Einsatzgeschehen erhöhte sich 2018 von 307 auf 346 Einsätze. Im Gegensatz dazu gingen die Einsatzstunden von 8044 auf 5660 Stunden zurück. Was darauf beruhe, dass die Feuerwehren immer mehr als Helfer zu Türöffnungen und für Rettungsdienste angefordert würden. 57 Prozent der Einsatzstunden mit knapp 230 000 Euro würden den Verursachern kostenpflichtig in Rechnung gestellt. Auf einem hohen Niveau blieben die Sicherheitswachdienste mit 2449 Stunden. 49 Aktive besuchten 14 verschiedene Lehrgänge.
Thomas Bay gab die Statistik des Tailfinger Atemschutzausbildungszentrums bekannt. 2018 waren es sechs Erstausbildungs-Lehrgänge. Bei 111 Belastungsübungen wurden 980 Atemschutzgeräteträger fortgebildet. Das Team der Abteilung Tailfingen leistete im Vorjahr 1044 ehrenamtliche Ausbildungsstunden.
Stadtjugendwart Steffen Grill vermeldete eine Zunahme von 83 auf 89 Jugendliche, darunter neun Mädchen, im Alter von zehn bis 17 Jahren. Diese werden in sieben Abteilungen ausgebildet, wofür diese in den zweiwöchigen Dienstabenden rund 3200 ehrenamtliche Stunden aufbrachten. Über das rege Geschehen der Altersabteilung mit 89 Angehörigen informierte Sprecher Horst Koch.
Ihm zeige der sehr gute Besuch, dass ein Zusammengehörigkeitsgefühl gelebt werde, meinte Oberbürgermeister Klaus Konzelmann. Er reflektierte die Einsätze, bei denen alle Abteilungen gefordert gewesen seien. Die 2011 gegründeten vier Ausrückebezirke hätten sich bewährt. Aus einzelnen Abteilungen sei eine große Wehr Albstadt entstanden. "Uns ist bewusst, dass eure Arbeit unbezahlbar ist", die Einsatzentschädigung sei entsprechend erhöht worden. Im Gegensatz zu vielen Feuerwehren im Land habe Albstadt eigene Fachleute in den Abteilungen, die sich gemeinsam an einem Tisch mit neuen Fahrzeugen auseinandersetzten.
Der Oberbürgermeister führte rund sieben Millionen Euro an Investitionen 2019 und in den weiteren Jahren für die Feuerwehrhäuser an. Auch sagte er zu, dass künftig eine regelmäßige Reinigung der Feuerwehrhäuser durch Dienstleister erfolge. "Ein klares Signal an unsere Feuerwehren", nannte Stadtbrandmeister Michael Adam die aktuelle Entscheidung.
Er habe beeindruckende Zahlen mit einer stattlichen Zahl an Einsatzstunden für die Stadt und die Bürger gesehen, sagte Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Wolfgang Jetter. Den Jugendfeuerwehren attestierte er, einen guten Job zu machen. Auch sei der Kreis stolz auf die sehr gute Ausbildung im Atemschutzausbildungszentrum Albstadt.
Feuerwehr und Polizei hätten eine Vielzahl an Berührungspunkten, betonte Markus Lehmann. Dem neuen Leiter des Polizeireviers Albstadt ist gegenseitiges Vertrauen und Respekt wichtig. Die Grüße des Roten Kreuzes überbrachte der stellvertretende Geschäftsführer im Kreisverband, Michael Graf. Er stellte eine unkomplizierte Zusammenarbeit beider Organisationen für Menschen in Not heraus.
Es gab Ehrungen von Aktiven mit Ehrenzeichen und Urkunden: zehn Jahre: Carmen Fröschlin, Michael Schöller, Thomas Ganter, Maximilian Müller, Timo Beck, Tobias Grumbach, Amir Fazlovic und Hubert Reinauer. 15 Jahre: Marcel Maier, Markus Nolle, und Benjamin Bitzer. 20 Jahre: Andreas Silbernagl, Michael Pfister, Daniel Sämann, Michael Angele und Ceven Lerner. 25 Jahre: Patric Emter, Joachim Koch, Matthias Mackwitz und Michael Hodler. 30 Jahre: Jörg Sauter und Werner Flügel. 40 Jahre: Ralf-Andreas Binder, Thomas Bay, Karl Benz und Gerd Hecht. 50 Jahre: Alfons Scheck.
In den Altersabteilungen: 50 Jahre: Heinz Bohn. 60 Jahre: Peter Schneider, Walter Walz und Günter Herter.