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Albstadt Oben auf dem Wunschzettel: Treffpunkte

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Alfred Ruther-Mehlis (Mitte) und sein Team leiteten die lebhaften Diskussionen. Foto: Schwarzwälder-Bote

Albstadt-Lautlingen. Ganz auf die vorgegebenen Themen konzentriert und die Lautlinger Ortsumfahrung ausgespart haben die Lautlinger und Laufener, die sich in der Schloss-Scheuer zur zweiten Bürgerwerkstatt getroffen haben, um am Stadtentwicklungskonzept Albstadt 2030 mitzuarbeiten. Trotz der beiden Kulturveranstaltungen zum Weltfrauentag am selben Abend – beide in Lautlingen – hatten mehr Bürger als am Abend zuvor in Ebingen den Weg gefunden.

Tenor an Tisch eins, wo Soziales, Bildung, Sport, Gesundheit, Kultur, Nahversorgung, Freizeit, Mobilität und Arbeit im Mittelpunkt standen, war die hohe Lebensqualität, die es in den eher dörflich geprägten Stadtteilen zu erhalten gelte. Elementar dafür seien der Erhalt von Kindergärten, Schulen, Turn- und Festhallen und der Feuerwehr in den Orten. Wohl mit Blick auf deren Magazine in Laufen und Lautlingen mahnte ein Teilnehmer an: "Instandhaltung ist preisgünstiger als Instandsetzung."

Damit Senioren ihren Ort nicht verlassen müssen, sind Laufenern und Lautlingern seniorengerechte Wohnmöglichkeiten wichtig. Außerdem weisen sie auf das Zuzugspotenzial ihrer Orte hin – dafür sei es wichtig, die Baulücken zu aktivieren, im Zweifel auch durch Erwerb seitens der Stadt. Als wesentlich für ihre Orte erachten Lautlinger wie Laufener ihre Vereine – und damit auch deren Infrastruktur wie etwa die Turn- und Festhallen.

Dass in jedem Stadtteil zumindest die Grundversorgung möglich sein müsse, betonten die Disputanten am Tisch zwei, der sich mit den lebendigen Zentren, dem Einkaufen und der Innenstadtentwicklung beschäftigte.

Dass es in Laufen und Lautlingen an Lebensmittelmärkten fehlt – darauf wiesen die Bürger eigens hin. Anders als die Stadtverwaltung und das In­stitut für Stadt- und Regionalentwicklung an der Hochschule Nürtingen-Geislingen (IfSR), also die Organisatoren, es erwartet hatten, halten Laufener und Lautlinger es für sinnvoll, mit Blick auf den Einzelhandel einen Schwerpunkt auf Ebingen zu legen, um ein starkes Stadtzentrum als Gegengewicht zu Balingen zu haben und Energien zu bündeln.

An mobilen Diensten für Ältere und an frei zugänglichen Grün- und Spielflächen darf es ihrer Meinung nach mehr sein, und auch generationenübergreifende Treffpunkte und Möglichkeiten sowie Gastronomie fehlen den meisten.

Dass Bedarf an Wohnraum, vor allem für junge Familien, Singles und Ältere, besteht – darüber waren sich die Disputanten an Tisch drei einig, wo der Schwerpunkt auf dem Wohnen samt Umfeld lag. Für Letzteres wünschen sich Laufener und Lautlinger mehr Orte zur Kommunikation wie den Wochenmarkt oder die Schule – und Mehrgenerationenwohnen, auch um die Netzwerke zu stärken, was wiederum das tägliche Leben, etwa die Besorgungen, erleichtere. Die Laufener können sich vorstellen, dass an der Stelle ihres früheren Ortsamtes ein Kommunikationszentrum entsteht – etwa ein Bürgertreff. Sie und die Lautlinger bemängeln darüber hinaus die Radwegverbindungen zwischen ihren Stadtteilen und bis nach Ebingen.

Um das räumliche Leitbild ging es an Tisch vier – speziell um die Förderung des Wohnens im Innenort. Hier fiel das Stichwort "Baukindergeld". Laufen und Lautlingen dürften in Sachen Einkaufsstandorte nicht abgehängt werden, fordern die Bürger, und machten außerdem den Tourismus zum Thema. Der sei freilich keines nur für Eyachtäler, sondern für alle Albstädter.

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