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Albstadt Neue Impulse durch "Technologiewerkstatt"

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Die "Technologiewerkstatt" in Tailfingen. Foto: Eyrich

Albstadt - In Tailfingen, dem zweitgrößten Ortsteil von Albstadt, wird heute nach mehr als fünf Jahren Projektierung, Planung und Bau die sogenannte "Technologiewerkstatt" im Beisein von Alexander Bonde (Grüne), Landesminister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz, eingeweiht - ein Entwicklungs-, Kompetenz- und Gründerzentrum in Sachen textiler Spitzentechnologie. Das Projekt kostet rund 5,2 Mio. Euro, von denen 3,5 Mio. aus Fördertöpfen des Landes und der EU kommen: Die "Technologiewerkstatt" ist ein sogenanntes "EULE"-Projekt, ein "EU-Leuchtturmprojekt.

Mit der "Technologiewerkstatt" hofft die Stadt Albstadt, ihrer vormals wichtigsten Wirtschaftsbranche neue Impulse zu geben. Albstadt, mit knapp 45.000 Einwohnern größte Gemeinde auf der Südwestalb, war bis in die 90er-Jahre hinein Textilhochburg. Dann setzte der Niedergang ein. Nur einige Hersteller, die sich in speziellen Marktnisschen eingerichtet hatten und wettbewerbsfähig geblieben waren, überlebten. Der größte Teil der Arbeitsplätze ging unwiderruflich verloren.

Daran wird auch die Technologiewerkstatt nichts ändern - die "Startup"-Firmen, Existenzgründer und "jungen Kreativen", die in ihr eine neue Heimat finden und mit dem Rückenwind der kommunalen Förderung zu florierenden Unternehmen heranwachsen sollen, werden bestenfalls einen Bruchteil der Arbeitsplätze zurückbringen.

Gleichwohl hoffen die Albstädter, mit Hilfe des verbliebenen Know-hows und der Expertise der Hochschule Albstadt-Sigmaringen geballte Kompetenz vor allem in Sachen "Technische Textilien" an die Stadt und vor allem an Tailfingen binden zu können, das von der Textilkrise seinerzeit besonders hart gebeutelt wurde.

Das Gründungs-, Netzwerk- und Bildungszentrum soll Unternehmensgründer mit etablierten Unternehmen und den Wissenschaftlern der Hochschule zusammenführen, technologische Innovationen auf den Weg bringen. Die technischen Textilien sind dabei das vielleicht auffälligste, aber nicht das einzige Thema: Als weitere Arbeitsgebiete werden IT und der in Albstadt ebenfalls traditionell starke Maschinenbau anvisiert. Bislang haben sich fünf junge Firmen eingemietet, es gibt noch Platz für mehr. Am Montag kann die Arbeit an der Zukunft dann beginnen.

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